Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Primat der Archäologie

Primat der Archäologie 02 Dez 2015 08:58 #10273

Tuisto im Thread 'Die Trompeten von Jericho':

Archäologische Stätten sind kein Dust in the Wind!


Vielleicht ist ja meine daran anschließende Frage etwas naiv:

Hat schon einmal jemand systematisch versucht, als heuristisches Prinzip vergangenes Geschehen (ich schreibe bewusst nicht 'Geschichte', meine aber unsere geschichtliche Zeit im Gegensatz zur Vorgeschichte) allein anhand archäologischer Befunde zu rekonstruieren, also bewusst auf irgendwelche schriftliche Dokumente zu verzichten?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 02 Dez 2015 20:23 #10277

Keine Chance!

Es beginnt schon mit Industrieruinen: vielleicht gerade mal zwei Generationen alt, und kaum einer kann sich mehr vorstellen, wie dort gearbeitet wurde, wenn er nicht selbst dabei war! Aber zum Glück gibt es noch Fotos, auf denen die Arbeiter und Techniker in die Kameras lächeln...

Ach ja die Fotos: darf man die zu den "schriftlichen Dokumenten" zählen?

Man muss sich immer wieder mal vor Augen halten, wie jung viele Schlüsseltechnologien sind, deren Gebrauch wir als selbstverständlich voraussetzen!

So: Und jetzt versetzen wir uns in die vorindustrielle Zeit!

Und da sieht man doch den Ötzi "schon" im 16. Jh. übers Joch wandern und elendiglich krepieren...
Und dann wuchsen auf einmal die Gletscher sehr schnell!

Archäologie?
Als Fälschungsindustrie vor 200 Jahren so profitabel wie heute moderne Kunst!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 02 Dez 2015 20:50 #10278

@Kronos: Gunnar Heinsohn hat da mehr zu bieten als CD´s alte vergammelten Photographien.

www.q-mag.org/the-1st-millennium-a-d-chr...ogy-controversy.html

Ein Beispiel aus seinen Artikeln:

www.q-mag.org/gunnar-heinsohn-in-a-nutshell.html

Aus Wiki über Heinsohn:

"Zur Geschichte Israels in der biblischen Literatur

Gegen die Löschung der altisraelitischen Königszeit vom 11. bis 7. Jahrhundert v. Chr. aus den Geschichtsbüchern[110] wandte Heinsohn ein, dass die bisher fehlenden archäologischen Belege an der falschen Stelle gesucht werden. Schaut man in die Amarnabriefe der Mitannizeit (ins 14. Jahrhundert datiert), so gebe es dort mit den Apiru [Habiru]-Fürsten Jischua und Dadua zwei Namen, die den Hebräerfürsten Jischai und seinem Sohn David ähneln. Während David im 11. Jahrhundert mit seinen Hebräern Jebu-Leute bekämpfte, um Jerusalem in die Hand zu bekommen, bat der Jersusalemfürst Abdi-Chepa im 14. Jahrhundert in Amarna um Hilfe gegen angreifende Apiru: „Bei genauerer Betrachtung sind bestimmte Einzelheiten der biblischen Erzählung nahezu identisch mit den Beschreibungen der Apiru-Banden in den Amarnabriefen“, räumten auch Israel Finkelstein und Neil A. Silberman ein,[111] aber die biblische Davidgeschichte ereignete sich ihrer Auffassung nach „vierhundert Jahre später in derselben Region“ (S. 46). Wenn andere israelische Archäologen in Jerusalem Kapitelle ausgraben und sie Davids Palast zuweisen[112] glaubte Finkelstein, dass diese aus dem 7./.6. Jahrhundert der Meder stammen. Bereits Peter Winzeler hatte für die Verknüpfung von David- und Mederzeit argumentiert.[113] Für Heinsohn gehört Dadua=David in die Mitannizeit, die er wiederum als Mederzeit sieht.[114]

Spätantike, Frühmittelalter

Heinsohn verfolgt seit 2011 die Frage, warum es seiner Auffassung nach keine archäologische Stätte gibt, die von der Zeitenwende bis etwa 1000 durchgängig Artefakte liefere.[115] Man sei jeweils über Zeiträume von rund 300 Jahren für Bauschichten sicher in einem Kontinuum, die jedoch chronologisch ganz unterschiedlich platziert werden, nämlich entweder in die drei Jahrhunderte bis 300, die Zeit zwischen 300 und 600 oder die Zeit zwischen 700 und 1000. Zugleich wirke ihre materielle Kultur ähnlich und die Fundstätten würden meist römische Münzen aufweisen, die entsprechend der gängigen Chronologie anhand der Herrschaftsdaten der römischen Kaiser der Zeit von ca. 1-235 zugewiesen werden.

Diese Arbeit beendete die Kooperation mit Heribert Illig und führte zum Ausscheiden von Heinsohn aus der Redaktion der Zeitensprünge. Gegen Illig und mit der gängigen Lehre verteidigt Heinsohn seither die Existenz des Kaisers, der als Karl der Große geführt wird,[116] dessen Existenz Illig hingegen bestreitet. Gegen die gängige Lehre postulierte Heinsohn allerdings, dass Karl I. keine mittelalterliche Figur sei, weil seine Bauten – wie etwa Karls Pfalz in Ingelheim – in Form und Technik von römischen Villen des 1./2. Jahrhunderts nicht leicht zu unterscheiden seien.[117] Heinsohn meinte dabei nicht, dass Karl zu spät datiert sei – dagegen spricht, dass die Villa nach oben unmittelbar an das ottonische 10. Jahrhundert anschließt, das als gesichert gelten dürfe –, sondern die Römerzeit zu früh.[118]

Auch der Untergang Roms wurde von neuem thematisiert, gibt es doch, so Heinsohn, in allen drei 300-Jahr-Blöcken (in den 230er, 530er und 930er Jahren) gewaltige Katastrophenspuren. In den individuellen Ausgrabungsstätten finden Archäologen aber immer nur eine und nicht drei Auslöschungen stratigraphisch übereinander.[119] Ausgetragen wird die Debatte um Länge und Ereignisse des 1. Jahrtausends bisher hauptsächlich in The 1st Millenium A.D. Chronology Controversy.[120] Es dürfte sich, so Heinsohns Schlussfolgerung, um eine einzige, aber umfassende Katastrophe gehandelt haben, die sich an vielen Grabungsstätten in umfangreichen Erd- und Schuttschichten niederschlage."

Das heißt nicht, dass Heinsohn bereits den Nagel auf den Kopf getroffen hätte, aber er bezieht logisch nachvollziehbar die Archäologie und die stratigraphischen Schichten in seine Rekonstruktionsversuche mit ein, die, sofern sie nicht sichtbar durch weitere Katastrophen durcheinander gewirbelt worden sind, eine eindeutige relative Datierung ermöglichen.

Das hat eine andere Qualität als literarisches "jolly jumping", getürkte (Hallo Ingo, aufgepasst!) Hinterlassenschaften und Erdenstaub.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto.

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 07:21 #10279

@CD

Ach ja die Fotos: darf man die zu den "schriftlichen Dokumenten" zählen?


Interessant, wie man durch eine Diskussion doch immer wieder gezwungen wird, seine Gedanken zu präzisieren.

Ich meine hier mit Dokumenten nicht nur schriftliche, sondern im weiteren Sinne alle Artefakte, deren Zweck darin besteht, nicht sich selbst, sondern andere Dinge/Objekte/Situationen/Verhältnisse darzustellen oder zu repräsentieren, z.B. Schriftstücke, Fotos, Grafiken, Gemälde usw., die also einen Inhalt haben, der über sie hinausweist. (Sorry, anders kann ich es nicht ausdrücken.)

Archäologische Befunde wären dann Gegenstände, Ruinen, Bauwerke, Orte usw., für die keine derartigen Dokumente existieren.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von kronos. Begründung: Rechtschreibfehler korrigiert

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 07:30 #10280

@CD

Archäologie?
Als Fälschungsindustrie vor 200 Jahren so profitabel wie heute moderne Kunst!


Das verstehe ich jetzt nicht.

Salopp gesagt, ist für mich ein Archäologe zunächst einmal jemand, der in der Erde buddelt, alte Gräber aufbricht, Urwälder durchstreift usw., um Dinge aus längst vergangenen Zeiten zu finden und mit deren Hilfe vergangenes Geschehen aufklären zu können.

Die Fälschungsindustrie entsteht doch erst dann, wenn für etwaige Fundstücke eine Nachfrage entsteht, und hat mit dem Anliegen eines Archäologen zunächst nichts zu tun. (Es sei denn natürlich, wir setzten Archäologie mit Tomb Raider oder Indiana Jones gleich, was aber die Beantwortung meiner ursprünglichen Frage nicht weiterbringen würde.)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von kronos.

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 07:46 #10281

@CD

Keine Chance!

Es beginnt schon mit Industrieruinen: vielleicht gerade mal zwei Generationen alt, und kaum einer kann sich mehr vorstellen, wie dort gearbeitet wurde, wenn er nicht selbst dabei war! Aber zum Glück gibt es noch Fotos, auf denen die Arbeiter und Techniker in die Kameras lächeln...


So pessimistisch wäre ich dann doch nicht.

Paläontologen oder Paläobontaniker können per se nicht auf Dokumente zurückgreifen. Dennoch gelingt es ihnen mit anderen Methoden, zumindest eine Reihenfolge in die Entwicklung der Erde, der Tiere, der Pflanzen, des Klimas usw. zu bringen, wenn es vielleicht auch mit der absoluten Datierung hapert.

Experimentell arbeitende Archäologen, die versuchen Produktionsmethoden aus der Steinzeit zu rekonstruieren, haben auch keine Fotos als Vorlage.

Und in der Gegenwart wird doch eine ohne Dokumente arbeitende Methodik der Rekonstruktion vergangenen Geschehens täglich im Fernsehen vorgeführt: Dexter und Co., CSI, Forensiker im Tatort demonstrieren doch, wie Geschehen ohne Dokumente rekonstruiert wird, indem sie Indizien ermitteln und zueinander in Beziehung setzen.

Überspitzt könnte man die Archäologie und (wenn man Dokumente einbezieht) die Geschichtswissenschaft deshalb auch als forensische Wissenschaften bezeichnen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 08:45 #10282

@Tuisto Danke für die Links auf Heinsohn.

Heinsohn erwähnt die sogenannte 'Dark Earth' als Indizien für kastrophische Ereignisse im 1 Mill.

In England und Schweden wurde ebenfalls Dark Earth gefunden ( en.wikipedia.org/wiki/Dark_earth ), aber nicht mit Katastrophen in Verbindung gebracht.

In Amerika wird im Zusammenhang mit dem Ende der letzten Eiszeit von einer 'Black Mat' gesprochen (hier: www.pnas.org/content/104/41/16016.long und hier: en.wikipedia.org/wiki/Vance_Haynes#.22Black_mat.22_layer und auch hier: www.catastrophist.org/home/usselo-2002/ ). Sie wird als Indiz für einen Impakt gewertet.

Gibt es vielleicht eine systematische Untersuchung über die Verteilung von Dark Earth im Mittelmeerraum?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 20:48 #10283

Es gab in der Phase der ersten Antikengrabungen (Italien, 17. Jh.) noch keine staatlich besoldete Archäologen, die zum Rechten schauten, sondern zunächst nur Typen wie "Tomb Raider oder Indiana Jones", die als erste den Schatz heben wollten. Und die Nachfrage nach "Antiken" beim zahlungskräftigen Publikum war schon damals enorm, weil halt gerade "en vogue". Den Rest regeln Angebot und Nachfrage - und die Tatkräftigkeit und der Geschäftssinn des Kunsthandwerks...

Die ersten Museen bzw. ihre Vorgänger waren Kuriositätenkabinette von reichen Säcken... äh Sammlern.

Man frage doch mal beim Museum seines Vertrauens an, ob einem Einlass in den "Fundus" gewährt wird...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 03 Dez 2015 21:06 #10284

Tuisto schrieb: Das hat eine andere Qualität als literarisches "jolly jumping", getürkte Hinterlassenschaften und Erdenstaub.


Thema verfehlt, Tuisto - aber egal...

Ich schätze Heinsohn durchaus, zumal aktuell als Mahner der demographischen Krise, die wir überwunden zu haben glaubten, und die uns gerade um die Ärsche fegt!

Leider konnte er der Hybris nicht widerstehen, sich an einem Thema abzuarbeiten, von dem er offensichtlich nichts versteht und das er auch mit grösster Anstrengung nicht durchdringen konnte: Geld! Da reiht er sich ein in die endlose Karawane der Nixverstans...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 06:44 #10285

CD schrieb:

Es gab in der Phase der ersten Antikengrabungen (Italien, 17. Jh.) noch keine staatlich besoldete Archäologen, die zum Rechten schauten, sondern zunächst nur Typen wie "Tomb Raider oder Indiana Jones", die als erste den Schatz heben wollten. Und die Nachfrage nach "Antiken" beim zahlungskräftigen Publikum war schon damals enorm, weil halt gerade "en vogue". Den Rest regeln Angebot und Nachfrage - und die Tatkräftigkeit und der Geschäftssinn des Kunsthandwerks...


Das beschreibt sicher die Unzulänglichkeiten der Archäologie in ihren Anfangstagen (bis wahrscheinlich heute), war aber nicht meine Frage.

Gibt es (trotz dieser Unzulänglichkeiten) Versuche, vergangenes Geschehen nur anhand archäologischer Befunde, also ohne Dokumente, zu rekonstruieren?

Was würde jemand, der auf dieser Erde landet und der Dokumente nicht als solche erkennt oder nicht entschlüsseln/verstehen kann, anhand der vorgefundenden physischen Gegenstände über den Ablauf verangenen Geschehens erkennen/erschließen können?

Heinsohn versucht dies ja anhand seines 'Primats der Ausgrabungsschichten', verkürzt: Wo nichts gefunden wird, da ist/war auch nichts. Die Links von Tuisto beziehen sich auf genau diesen Aspekt, nicht auf Heinsohns Eigentums- und Geld- oder Bevölkerungstheorien, die hier nichts zur Sache beitragen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 08:28 #10286

kronos schrieb: CD schrieb:

Es gab in der Phase der ersten Antikengrabungen (Italien, 17. Jh.) noch keine staatlich besoldete Archäologen, die zum Rechten schauten, sondern zunächst nur Typen wie "Tomb Raider oder Indiana Jones", die als erste den Schatz heben wollten. Und die Nachfrage nach "Antiken" beim zahlungskräftigen Publikum war schon damals enorm, weil halt gerade "en vogue". Den Rest regeln Angebot und Nachfrage - und die Tatkräftigkeit und der Geschäftssinn des Kunsthandwerks...


Das beschreibt sicher die Unzulänglichkeiten der Archäologie in ihren Anfangstagen (bis wahrscheinlich heute), war aber nicht meine Frage.

Gibt es (trotz dieser Unzulänglichkeiten) Versuche, vergangenes Geschehen nur anhand archäologischer Befunde, also ohne Dokumente, zu rekonstruieren?

Was würde jemand, der auf dieser Erde landet und der Dokumente nicht als solche erkennt oder nicht entschlüsseln/verstehen kann, anhand der vorgefundenden physischen Gegenstände über den Ablauf verangenen Geschehens erkennen/erschließen können?

Heinsohn versucht dies ja anhand seines 'Primats der Ausgrabungsschichten', verkürzt: Wo nichts gefunden wird, da ist/war auch nichts. Die Links von Tuisto beziehen sich auf genau diesen Aspekt, nicht auf Heinsohns Eigentums- und Geld- oder Bevölkerungstheorien, die hier nichts zur Sache beitragen.


Richtig, werter Kronos, weshalb ich das Thema auch nicht verfehlt habe.
Es wird nämlich schon seit vielen Jahren mit wissenschaftlichen Standards gegraben, die nicht diese Zerstörungen anrichten, die man aus den Anfängen kennt. Es liegen also konkrete archäologische Befunde vor, die nicht weg zu diskutieren sind. Beispielsweise die aktuellen Ausgrabungen in Türkei, z.B. in der Apokalypsenstadt Laodicea.

Alle diese Ausgrabungen belegen, dass die Überlieferungen aus der Zeit vor der großen Katastrophe, die die Antike weltweit zerstörte, recht genau sind.

Lediglich der Zeithorizont scheint nicht zu stimmen, da, wie auch Heinsohn feststellte, eine Katastrophe auf vermutlich 3 Katastrophen verteilt wurde. Der wahrscheinlichste Timeshift beträgt daher etwa 700 Jahre, literarisch möglicherweise bis zu 1050 Jahre.

Übrigens CD: Wer ein Ereignis von A nach B verlegen will, hat zuerst zu begründen, weshalb es von den Literaten von B nach A verlegt wurde. An dieser Forderung kommt niemand vorbei, weder Du, noch Fomenko.
Halt, ihr sein ja Vertreter der Irratio, hab ich grad vergessen.

Heinsohns Youth Bulge Thesen sind in der Tat beachtenswert.
Ich habe übrigens nie über seine Geldtheorien gesprochen, eben weil ich da der gleichen Ansicht bin wie Du!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 14:59 #10287

Alle diese Ausgrabungen belegen, dass die Überlieferungen aus der Zeit vor der großen Katastrophe, die die Antike weltweit zerstörte, recht genau sind.

Lediglich der Zeithorizont scheint nicht zu stimmen, da, wie auch Heinsohn feststellte, eine Katastrophe auf vermutlich 3 Katastrophen verteilt wurde. Der wahrscheinlichste Timeshift beträgt daher etwa 700 Jahre, literarisch möglicherweise bis zu 1050 Jahre.


Und genau dies ist für mich aus dem Studium vieler Jahre und damit Erkenntnisse fraglich!

Katastrophen hat es immer gegeben. Das Vorhanden erloschener Kulturen weisen darauf hin (z. B. Harappa).
Nebenbei → Harappa für mich ähnlich wie: HRBH = ARABA = EUROPA.
Himmlische Katastrophen - hier bleiben für mich legitime Fragezeichen!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 17:39 #10288

Himmlische Katastrophen - hier bleiben für mich legitime Fragezeichen!


Ja, bitte, das ändert nichts daran, dass Du inklusive aller Fragezeigen irrst.

Harappa für mich ähnlich wie: HRBH = ARABA = EUROPA


Auch die Namensähnlichkeit zwischen Arabien und Europa ändert nichts daran, dass Arabien in Arabien und Europa in Europa liegt.
A = A und B = B, so einfach ist das.

Im Übrigen ist aufgrund des Mythos jedermann bekannt, dass die Europa aus dem Orient kam. Die Namensähnlichkeit ist somit problemlos erklärbar.

Gleichwohl scheint mir Europa griechisch zu sein. Aber die Griechen waren ja auch in Kleinasien.
Eu-Ropa = Eu-Paro = Der "gute Stier" oder auch der "ewige Stier", auch des ewige große Hause
(Paro = Pharao = Stier = Haus)

Wie würdest Du denn Arabien verständlich ins Deutsche übersetzen?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 17:45 #10289

@Ingwer

Alle diese Ausgrabungen belegen, dass die Überlieferungen aus der Zeit vor der großen Katastrophe, die die Antike weltweit zerstörte, recht genau sind.


Einen Überblick gibt z.B. Baillie:
tsun.sscc.ru/hiwg/PABL/Baillie_2007_JQS.pdf

Eine Liste der Tsunamikatastrophen (u.a. in der Antike) findet man z.B. hier:
de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Tsunamis

Lediglich der Zeithorizont scheint nicht zu stimmen, da, wie auch Heinsohn feststellte, eine Katastrophe auf vermutlich 3 Katastrophen verteilt wurde. Der wahrscheinlichste Timeshift beträgt daher etwa 700 Jahre, literarisch möglicherweise bis zu 1050 Jahre.


Genau das ist der Punkt: Wenn die literarischen Quellen fehlen, falsch oder möglicherweise gefälscht sind, sollte man dann nicht versuchen, mit anderen (naturwissenschaftlichen) Methdoden eine plausible Ereignisabfolge zu rekonstruieren und im Gegensatz zur 'Mainstream-Geschichtslehre' literarische Quellen zu Hilfswerkzeugen zu 'degradieren'?

Ich kann nicht behaupten, die im Laufe der Jahre in diesem Forum diskutierten Inhalte wirklich zu kennen, aber mein (vielleicht zu pauschaler) Eindruck ist, dass sich die Auseinandersetzungen hauptsächlich auf geisteswissenschaftlicher Ebene bewegen (Bewertung, Anerkennung, Ablehung, Interpretation von Quellen/Texten, Deutung von Wörtern), wobei selten ein Konsens erzielt wird.

Währenddessen sind Naturwissenschaftler (hauptsächlich Geologen, Geomorphologen, Klimatologen usw.) fleißig damit beschäftigt, Detailerkenntnisse z.B. über den Mittelmeerraum zu sammeln (siehe die o.g. Links), die insgesamt immer gewichtiger werden und eines Tages von 'Mainstream-Historie' sicher nicht mehr ignoriert werden können.

Dies Art, Geschichte zu rekonstruieren, mag einem nicht gefallen, aber sie ist zumindest ein Weg, um von dem bis heute erfolglosen Grabenkampf mit den etablierten Historikern wegzukommen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 18:36 #10290

Wie würdest Du denn Arabien verständlich ins Deutsche übersetzen?


Da könnte eher Ylia U.Topper eine mögliche Antwort geben. Saubere Übertragungen gibt es nicht.
Arabisch ist Deutsch oder umgekehrt. Da hat mich E. Landmann als Vielsprachler überzeugen können.
Zumindest gibt es eine gemeinsame Wurzel.

Gleichwohl scheint mir Europa griechisch zu sein. Aber die Griechen waren ja auch in Kleinasien.
Eu-Ropa = Eu-Paro = Der "gute Stier" oder auch der "ewige Stier", auch des ewige große Hause
(Paro = Pharao = Stier = Haus)

[/b]

Indien ist die Mutter der Kiste. Wobei Indien Südostasien einschliesst.

Die Arbeit der Archäologen ist eine Sisyphusarbeit.
Nur das Einordnen der Funde auf der Zeitleiste ist ein Stochern im Nebel. Dies folgt eindeutig der Kabbala!

Und damit sind wir bei Velikovsky, welcher die Katastrophen als göttlich einordnete.

Und nun?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 18:51 #10291

ko-volker
eine Katastrophe auf vermutlich 3 Katastrophen verteilt wurde

also hier auf rügen sind nicht 1
nicht 2 & auch nicht 3 schwarze ascheschichten auf/in der kreide
und die findlinge liegen alle unverschüttet in der gegend rum


Anhänge:

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:00 #10292

Schönes Bild! Auf Rügen gab es bekanntlich keine Antike!
In der Frühromantik, zur Zeit Caspar David Friedrichs, waren die Felsen noch viel höher.
Lange werden sie nicht mehr existieren. Schon mal auf die Idee gekommen, dass sie erst während und im Zuge der Katastrophen entstanden sind?

www.berlin.de/special/reise/ostsee/ruege...gallery.html?page=10

Die Kreidefelsen sind extrem jung. Vorschlag: Am besten mal Velikovsky lesen!

Velikovsky hat die Katastrophen übrigens nicht als göttlich eingeordnet, sondern festgestellt, dass unsere Vorfahren diese (planetar) ausgelösten Katastrophen als göttlich (nämlich planetar) verursacht betrachtet haben.

Genau das ist der Punkt: Wenn die literarischen Quellen fehlen, falsch oder möglicherweise gefälscht sind, sollte man dann nicht versuchen, mit anderen (naturwissenschaftlichen) Methdoden eine plausible Ereignisabfolge zu rekonstruieren und im Gegensatz zur 'Mainstream-Geschichtslehre' literarische Quellen zu Hilfswerkzeugen zu 'degradieren'?


Ja unbedingt, das geht natürlich gegen Fomenko, CD, Allrych & Co.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tuisto.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:02 #10293

@Tuisto: Wenn es um das Handfeste und Pragmatische geht, sind wir uns oft einig - in der Geschichtstheorie oft nicht so sehr...

Aber der erwähnte Timeshift von ca. 1050 Jahren (Heinsohn?) geht dann doch auf Fomenkos Konto.
Ehre, wem Ehre gebührt!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:26 #10294

Tuisto schrieb:

Genau das ist der Punkt: Wenn die literarischen Quellen fehlen, falsch oder möglicherweise gefälscht sind, sollte man dann nicht versuchen, mit anderen (naturwissenschaftlichen) Methdoden eine plausible Ereignisabfolge zu rekonstruieren und im Gegensatz zur 'Mainstream-Geschichtslehre' literarische Quellen zu Hilfswerkzeugen zu 'degradieren'?


Ja unbedingt, das geht natürlich gegen Fomenko, CD, Allrych & Co.


Immer wieder falsch! Auch dazu habe ich mich schon geäussert: Dass sich neuesten archäologischen Befunde ins schriftlich überlieferte Geschichtsbild nicht mehr einpassen lassen, ist ein alter Hut! Aber es hilft alles nichts! Widerstand zwecklos!

Die Hierarchie der Chronologie ist klar und unverrückbar (denn wo kämen wir sonst hin?!):

- Systeme Scaliger/Calvisius/Petavius/Usher (= kurz "Bibel")
- frühneuzeitliche Ausgrabungen (irgendwie passend)
- Darwin (nur Naturgeschichte zählt noch, Menschen sind Affen)
- C14/Dendro (passend gemacht)
- Modern räsonierend (aktueller Dummschwatz) ...

Habe ich etwa vergessen?
Egal...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:35 #10295

extrem jung

also haben deine/viliko. weltweite katastrofen
nur in gebieten der venus/antike (was immer das sei) stattgefunden
& danach - so um 1500 sind die kreidefelsen katastrofisch entstanden

mal eine frage
hast du deine ganzen fibrilen überlegungen noch unter kontrolle
oder hat dein kuntabuffa jetzt die steuerung übernommen

die felsen kreide und küste erodieren hauptsächlich durch die brandung

velikovski hat die gallertartigen wissenschaftlichen überlegungen und beobachtungen
in seinen kosmos hineingepreßt & darüber einige bücher verfaßt - soweit so gut

velikovsky & faktor mensch

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von berlinersalon.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:39 #10296

*CD schrieb: @Tuisto: Wenn es um das Handfeste und Pragmatische geht, sind wir uns oft einig - in der Geschichtstheorie oft nicht so sehr...

Aber der erwähnte Timeshift von ca. 1050 Jahren (Heinsohn?) geht dann doch auf Fomenkos Konto.
Ehre, wem Ehre gebührt!


Nur zum Teil.
Ich habe gezeigt, dass JK und GK von 532 nach 1582 über einen 1050-jährigen Shift zusammenfallen und nicht Fomenko!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 20:59 #10297

Tuisto schrieb: Ich habe gezeigt, ... und nicht Fomenko!


Umso besser, wenn unterschiedliche Ansätze zu etwa gleichem Ergebnis führen!
Hurra, was wollen wir mehr?!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 04 Dez 2015 21:19 #10298

Ein wenig wollen wir ja auch noch um des Nikolaus Bart streiten. Oder um den des Propheten.

Das Hauptproblem sind daher nicht die definitiv vorhandenen Timeshifts, sondern die Gründe, warum so konstruiert wurde, wie man konstruiert hat.

Ingwer und ich sind uns da einig: Es waren Kabbalisten, die der Sybille folgten und einen (Un-)Heilsplan für die Zukunft entwarfen.

Andere meinen, es war Zufall, weil man es nicht mehr besser wusste.

Ich plädiere mit vielen Anderen für ein erdumspannendes Katastrophenszenario, andere argumentieren, dass die Menschen grad so en passant vergessen hätten, wie und wann es war.

Wieder andere glauben, die Herrschenden wären damals so mächtig gewesen, dass sie alle unerwünschten Erinnerungen auslöschen und durch Fiktionen ersetzen konnten. (Kundabuffer nicht als natürliches, sondern als kulturelles Geschehen). Irgendwie haben sie sich untereinander abgestimmt: Teile und Herrsche!

Und so weiter und so fort.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 06 Dez 2015 15:12 #10300

@Ingwer

Die Arbeit der Archäologen ist eine Sisyphusarbeit.
Nur das Einordnen der Funde auf der Zeitleiste ist ein Stochern im Nebel. Dies folgt eindeutig der Kabbala!



Und wie müsste oder könnte man vorgehen, wenn man nicht auf die Kabbala zugreifen könnte?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Primat der Archäologie 06 Dez 2015 17:09 #10301

Und wie müsste oder könnte man vorgehen, wenn man nicht auf die Kabbala zugreifen könnte?


Dies können nur die Archäologen selbst aufzeigen!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1