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THEMA: Katastrophismus

Katastrophismus 22 Dez 2015 13:33 #10457

Ist die Suchfunktion defekt?

Ich habe mal im ganzen Forum über alle Threads nach 'Katastrophismus' gesucht und gerade 6 (SECHS) Einträge gefunden, die dieses Wort enthalten, und keinen einzigen Thread, der dieses Wort im 'Thema' enthält. Kann das bei einem derart zentralen Thema der Geschichtskritik sein?

Mir kam der Gedanke, nach 'Katastrophismus' zu suchen, weil ich zufällig auf eine Website gestoßen bin, auf der diverse Bücher zum Katastrophismus besprochen werden:

contrarybooks.com/index.php

Falls Interesse besteht: Ich habe keinen Mangel an Links zu einschlägen Websites und bin gern bereit, diese hier zu veröffentlichen. Natürlich wird für einige Teilnehmer vieles redundant sein.

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Katastrophismus 22 Dez 2015 13:59 #10458

Warum nicht gleich mal Butter bei die Fische, weil ich gerade darauf gestoßen bin:

Stichwörter: Younger Drias Impact, Black Mat, Massensterben, Nordamerika, Clovis-Kultur

www.pnas.org/content/104/41/16016.short

Eine umfangreiche Sammlung einschläger Artikel im Volltext (PDFs) und kostenlos (Open Access)!

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Letzte Änderung: von kronos.

Katastrophismus 22 Dez 2015 21:46 #10477

Das Forum wurde mal auf eine neue Plattform verschoben.
Ich weiss nicht, ob die Suchfunktion die älteren Beiträge finden kann.
Vielleicht kann der Admin Auskunft geben...

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Katastrophismus 22 Dez 2015 21:54 #10478

Zum Thema Katastrophismus übrigens empfehlenswert das aktuelle Buch von Wolfgang Behringer: "Tambora und das Jahr ohne Sommer".

www.nzz.ch/feuilleton/buecher/das-jahr-ohne-sommer-1.18663475

Erhellendes Zitat aus dieser Rezension: "Zweitens, so Behringer, habe die Katastrophe nie in die fortschrittsoptimistische «Meistererzählung» der liberalen Historiker gepasst, wonach es nach den schrecklichen Revolutions- und Kriegsjahren um 1800 stetig aufwärtsgegangen und besser geworden sei."

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Katastrophismus 23 Dez 2015 06:02 #10482

Danke für den Tipp!

Eine intelligente Besprechung.

Märkte haben ihre eigene Methode, Dinge publik zu machen.
2016 - ein Jubiläumsjahr, man muss nur nach einem geeigneten Datum suchen, und da kommt diesmal eben ein Vulkanausbruch gelegen, um die Verlagsmaschinen anzuwerfen. "Jahr ohne Sommer" gibt bei amazon Tausende von Treffern. Natürlich sind die meisten nicht relevant, aber einige Dutzend reichen ja schon.

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Katastrophismus 23 Dez 2015 07:03 #10483

Erhellendes Zitat aus dieser Rezension: "Zweitens, so Behringer, habe die Katastrophe nie in die fortschrittsoptimistische «Meistererzählung» der liberalen Historiker gepasst, wonach es nach den schrecklichen Revolutions- und Kriegsjahren um 1800 stetig aufwärtsgegangen und besser geworden sei."


Ähnliches kennen wir ja auch von anderen Katastrophen, etwa dem Erdbeben vom Lissabon 1755, das den Glauben an eine harmonische Welt nachhaltig erschütterte (u.a. in der Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Lissabon_1755 ), oder dem Ausbruch des Mount St. Helens 1980, der die gradualistische Auffassung von der Dauer der Sedimentbildung und Canyon-Entstehung in der Geologie widerlegte. Übrigens ein gefundes Fressen für Creationisten, u.a. hier: www.icr.org/article/mt-st-helens-catastrophism/ . Eins muss man ihnen lassen: Bevor sie ihre Auffassung von der Entstehung der Welt darlegen, bemühen sie sich um eine wissenschaftlich saubere Darstellung der Fakten.

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Katastrophismus 23 Dez 2015 10:03 #10487

Zweihundert Jahre hat es gedauert, bis das Grossereignis in der Geschichtswissenschaft angekommen ist: der Ausbruch des Vulkans Tambora im heutigen Indonesien im Frühling 1815


Schon der erste Satz beweist, wie die Statistik des Ngram Viewers, der ein so großes Geschenk an die Menschheit sein soll, aussehen dürfte.

Und die "liberalen Historiker", - dies sei vor allem Dir BS ins Gesangbuch geschrieben -, waren eben genau jene "Verdränger des PRW-Kombinats" auf die Velikovsky, Marx und ich immer schon verwiesen haben.

Dieses Buch scheint ein köstlicher Beweis für die Richtigkeit der "Kollektiven Verdrängung" zu sein.
Die Individuen haben die Erinnerung schließlich in Gegenständen konserviert:

"Individuell angefertigte «Memorialgegenstände» wie Medaillen oder bemalte Möbel zeugen vom Bedürfnis der Leute, sich an die Katastrophe und später an deren Überwindung zu erinnern. Wieso aber ist die «Tamborakrise» bis zum Jahrestag und zum Erscheinen von Behringers Buch fast nie Thema geworden? Wieso ist sie – in Aleida und Jan Assmanns Terminologie – weder im kulturellen Gedächtnis, also dem jeder Gesellschaft eigenen Bestand an Texten, Bildern und Riten, über den sie ihr Selbstbild aufbaut, noch im kommunikativen Gedächtnis präsent, das durch den mündlichen Austausch entsteht und einen Zeithorizont von höchstens vier Generationen umfasst?"

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Katastrophismus 23 Dez 2015 11:01 #10491

Tuisto schrieb: Wieso aber ist die «Tamborakrise» bis zum Jahrestag und zum Erscheinen von Behringers Buch fast nie Thema geworden?


Zu dieser Frage finden sich Antworten im Buch.
Im übrigen wurde die Tamborakatastrophe schon in einigen Veröffentlichungen thematisiert - ist aber vielleicht an Tuisto vorbeigegangen...

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Katastrophismus 23 Dez 2015 12:20 #10492

altes Forum

weil es nicht so leicht zu finden ist, hier der Link zur alten Seite (bis 2009):
alt.geschichte-chronologie.de/
dazu gab es dann ein geschlossenes Forum:
92629.forumromanum.com/member/forum/foru...ser_92629&threadid=2
und eines für "für EINSTEIGER und GEGNER":
412096.forumromanum.com/member/forum/for...er_412096&threadid=4
Die Suchfunktion dort ist nach meiner Erinnerung auch brauchbar.
Einige Schreiber haben sich im neuen Forum einen neuen Namen gegeben.
Tuisto, Ingwer, lemur, CD und berliner salon finden sich aber auch schon dort ;-)
Folgende Benutzer bedankten sich: kronos

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Letzte Änderung: von ron.

Katastrophismus 23 Dez 2015 12:29 #10493

Das Tambora-Ereignis 1815 sollte bekannt sein.

Da gibt es aber noch einen anderen Vulkanausbruch, der vielleicht gewaltige Folgen für Europa hatte:

1783 gab es eine verheerende Eruption des Vulkans Laki auf Island. - In der Folge sollen auf den Britischen Inseln und in ganz Westeuropa Tausende verhungert sein.

Es wird auch spekuliert, dass das Laki-Ereignis die Hungerrevolte in Frankreich provozierte, welche 1788 die Französische Revolution ausgelöst hat.

Ein Zusammenhang ist allerdings nicht nachweisbar. 1783 wäre eines der frühesten verlässlichen Daten der historischen Chronologie.

Fazit: Katastrophen beeinflussen die Menschheit. In welchem Masse aber ist teilweise Ermessenssache.

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Katastrophismus 23 Dez 2015 13:35 #10497

Im übrigen wurde die Tamborakatastrophe schon in einigen Veröffentlichungen thematisiert - ist aber vielleicht an Tuisto vorbeigegangen...


Kann mich nicht daran erinnern, dass das Thema meiner Betrachtungen war!

Im Übrigen ist das erstens wieder eine Deiner üblichen Unterstellungen CD und zweitens wie gewohnt superschwammig, wissenschaftlich folglich völlig unbrauchbar.
Keine Zeitangaben, keine Autorenangaben, nix, nada, niente,
Reiner Fuck oder Shit, falls Dir dieser Ausdruck lieber ist.

Übrigens bin ich im Besitz einer geistvollen Doktorarbeit, in der begründet wird, warum Deutsche lieber "Leck mich am Arsch" sagen, Angelsachsen hingegen "Fuck You" bevorzugen.

Dich hätten Sie jedenfalls schon im historischen Proseminar rausgeworfen, aber soweit hast Du es ja nicht geschafft.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Katastrophismus 23 Dez 2015 13:40 #10498

Hier eine Übersicht über Vulkanausbrüche, darunter auch Laki gleich zweimal in 1783:

de.wikipedia.org/wiki/Liste_gro%C3%9Fer_...Vulkanausbr%C3%BCche

Tambora taucht seit einigen Jahren regelmäßig bei Phoenix auf:

www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendu...kumentationen/136680

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Letzte Änderung: von kronos.

Katastrophismus 23 Dez 2015 15:11 #10499

Tuisto schrieb: Keine Zeitangaben, keine Autorenangaben, nix, nada, niente,


Hier im Neuland braucht das niemand... da gibt's Suchmaschinen!
Und Ngram liefert auch zu diesem Thema eine schöne Anzahl von Treffern.

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Katastrophismus 23 Dez 2015 15:47 #10500

Und hier ein erster Treffer für eine Datierungsanomalie!
Gefunden im "Journal of the Ethnological Society of London", Band 1, 1848; S. 358.

Aber was macht schon ein Jahr Unterschied?
Anhänge:

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Letzte Änderung: von *CD. Begründung: Anhang

Katastrophismus 23 Dez 2015 16:42 #10502

Wahrscheinlich ist 1814 ein Druckfehler.
Unter diesen Umständen ist ein Jahr in der Tat unerheblich.

Zudem fehlt in diesem kurzen Hinweis der Ausbruchs-Monat April.

So haben wir hier eine von vielen unpräzisen Daten, die es zuhauf gibt, die aber nichts an der redundanten Vielzahl der richtigen Datierungen ändern. Man kann ja mal eine Zeitung aus dem Jahr 1815 konsultieren.
Die hat sich garantiert nicht im Erscheinungsdatum geirrt.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Katastrophismus 23 Dez 2015 19:42 #10505

Tuisto schrieb: Man kann ja mal eine Zeitung aus dem Jahr 1815 konsultieren.


Bei dieser Recherche lasse ich dir sehr gerne den Vortritt...
B-)

Ansonsten klar: Unpassende Daten sind IMMER Druckfehler!

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Katastrophismus 31 Dez 2015 17:58 #10579

Katastrophen tauchen in der offiziellen, staatlich manipulierten, Geschichtswissenschaft
("Historiker-Mafia" - ein sehr treffender Begriff des Gründers dieses Forums E. Gabowitsch!)
immer da auf, wo sie in Wirklichkeit gar nicht existieren.

Das Paradebeispiel ist die angebliche Katastrophe in Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg.
(Die tatsächliche Katastrophe in den seit Jahrhunderten durch Deutsche besiedelten Gebieten Osteuropas
wurde lange Zeit von der deutschen Historiker-Mafia totgeschwiegen.)

In Wirklichkeit war die deutsche Wirtschaft nach dem Krieg weit leistungsfähiger als vor dem Krieg,
und die Zerstörungen beschränkten sich hauptsächlich auf Wohngebiete in einigen Großstädten,
auf die sich die Terrorangriffe der Amis und Briten richteten,
und zwar erklärtermaßen, um die Anzahl der Menschenopfer möglichst hoch zu halten - ein typisches Motiv von Terroristen.

Die deutsche Industrie war durch die staatlich geförderten Investitionen während des Dritten Reiches sogar die modernste Europas,
wenn nicht gar der Welt.

Das während der Kriegszeit aufgebaute Potential konnte jedoch wegen fehlender Nachfrage nach 1945 zunächst nicht genutzt werden.
Erst der Koreakrieg (ab 1950) brachte der deutschen Industrie
(insbesondere Maschinenbau, d.h. Maschinen zum Herstellen von Waffen)
die nötige Nachfrage und löste das "Wirtschaftswunder" aus.

Das war somit kein Wunder, sondern das Resultat der staatlich gelenkten Wirtschaftspolitik der Nazi-Zeit,
natürlich auf Kosten der allseits bekannten Opfer dieser Zeit,
auf deren Kosten es der damaligen Bevölkerung der Bundesrepublik immer besser ging.

Das "Wirtschaftswunder" war also definitiv keine originäre Leistung der deutschen Nachkriegsbevölkerung
- dies steht natürlich im Gegensatz zur herrschenden Meinung der Historiker-Mafia!

Auch die DDR-Industrie zehrte noch Jahrzehnte von dem während der Kriegszeit aufgebauten Potential,
so dass sie nach Einschätzung der Weltbank noch Anfang der 1970er Jahre
zu den 10 größten Industrieländern der Welt zählte,
bis dann kurz darauf wegen der seit Jahrzehnten fehlenden Reinvestitionen der rasante Absturz begann.

Hier ist die Frage zu stellen, ob der einfache Arbeiter Erich Honecker, geboren 1912,
(stammt aus dem Saarland, das nach dem 1. Weltkrieg bis 1935 von Frankreich kontrolliert wurde,
also nicht zum Deutschen Reich gehörte)
eine von westlichen Geheimdiensten gesteuerte Marionette war.

Honecker war seit 1971/73 an der Machtspitze des DDR-Regimes.
Zeitgleich - 1972/73 wurden die beiden deutschen Staaten in die UNO aufgenommen.
Mit seiner neuen Wirtschaftsdoktrin ("Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik")
die das damals allseits bekannte Problem noch verschärfte und ganz offensichtlich zuspitzte,
zerstörte er den Vorzeigestaat des "real existierenmden Sozialismus".

Eine Analyse dieses Themas habe ich gerade in Arbeit.
Folgende Benutzer bedankten sich: Heinrich77

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Letzte Änderung: von Basileus.

Katastrophismus 31 Dez 2015 18:26 #10580

Eine Analyse dieses Themas habe ich gerade in Arbeit.

Interesse liegt vor!

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Katastrophismus 01 Jan 2016 10:58 #10581

Katastrophen tauchen in der offiziellen, staatlich manipulierten, Geschichtswissenschaft
("Historiker-Mafia" - ein sehr treffender Begriff des Gründers dieses Forums E. Gabowitsch!)
immer da auf, wo sie in Wirklichkeit gar nicht existieren.

Das Paradebeispiel ist die angebliche Katastrophe in Deutschland durch den Zweiten Weltkrieg.
(Die tatsächliche Katastrophe in den seit Jahrhunderten durch Deutsche besiedelten Gebieten Osteuropas
wurde lange Zeit von der deutschen Historiker-Mafia totgeschwiegen.)


Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, dafür einen neuen Thread aufzumachen. Bei allem Verständnis für die Legitimität des angesprochenen Themas, hat es doch nichts mit der Bedeutung von 'Katastrophismus' zu tun, die ich hier - mich in einem Konsens wähnend - stillschweigend vorausgesetzt habe, nämlich die Untersuchung, welchen Einfluss Naturkatastrophen (Tsunamis, Vulkanausbrüche, Impakte u.a) auf geschichtliche Ereignisse hatten und haben.

Natürlich hat auch die 'Historiker-Mafia' alles Recht, etwa die beiden Weltkriege oder andere Ereignisse als 'Katastrophen des 20. Jahrhunderts' zu bezeichnen. Wir haben die Deutungshoheit über Begriffe nicht gepachtet. Nur sollte man, wenn man über Katastrophen spricht, auch sagen, welche Art von Katastrophen gemeint ist. Sonst wird Kommunikation schwierig.

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Letzte Änderung: von kronos.

Katastrophismus 01 Jan 2016 12:15 #10582

"Kronos" beklagt sich darüber, dass Themen wie hier der Katastrophismus regelmässig und ziemlich schnell in der Gegenwart oder Zeitgeschichte landen.

Natürlich fallen menschengemachte Katastrophen wie die Weltkriege nicht unter diese Rubrik. - Aber man muss wissen, dass die meisten von Geschichte wenig oder nichts wissen.

Und wenn es weiter als 200 Jahre zurückliegt, wird es ein heisser Lauf.

Vom Tambora-Ereignis 1815 haben wohl die meisten erst jetzt gehört.

Und der isländische Vulkan-Ausbruch in den 1780er Jahren ist noch weniger bekannt. - Und die Folgen sind diskutabel. - War diese Eruption ein Auslöser der Französischen Revolution?

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Katastrophismus 01 Jan 2016 12:48 #10583

"Kronos" beklagt sich darüber, dass Themen wie hier der Katastrophismus regelmässig und ziemlich schnell in der Gegenwart oder Zeitgeschichte landen.


Eigentlich plädiere ich nur für eine saubere Trennung der Themen.

Und dass die 'meisten' nichts von Geschichte, geschweige denn Katastrophen wissen, ist geschenkt. Wir sind hier ein kleiner Haufen, der sich mit einem ziemlich exotischen Hobby beschäftigt, das für den Lauf der Welt doch eher unbedeutend ist.

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Katastrophismus 01 Jan 2016 14:43 #10587

Kronos hat schon recht.

Ein eigener Post für Katastrophen, die durch Krieg, Flucht und Vertreibung ausgelöst wurden, der auch die nähere Vergangenheit oder die Jetztzeit umfasst, macht sicher Sinn.

Es gibt auch nicht wenige Vertreter, die glauben, die Spät-Antike und davor andere, ältere Kulturen seien nicht durch wahrscheinlich weltweite, kosmisch induzierte Katastrophen vernichtet worden, obwohl genau dies von unseren Vorfahren überliefert wurde. Auch diese These wäre einen eigenen Thread wert.

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Katastrophismus 01 Jan 2016 16:47 #10589

@Allrych

Und die Folgen sind diskutabel. - War diese Eruption ein Auslöser der Französischen Revolution?


Und? War sie?

Die Zeit sagt dazu:

Manche Forscher gingen sogar so weit, die Französische Revolution im Jahr 1789 auf den Laki-Ausbruch zurückzuführen. Ein Mythos, der heute noch unter Geologen und Touristenführern auf Island verbreitet ist. Die These: Eine Missernte im Jahr 1788, verursacht durch den Klimawandel nach den Vulkanausbruch, soll Hungersnöte ausgelöst, die Menschen in Aufruhr versetzt und schließlich die Revolution ausgelöst haben. Tatsächlich gab es diese Hungersnot – doch liegen zwischen den Ereignissen immerhin sechs Jahre.


www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-04/vu...bruch-island/seite-2

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Letzte Änderung: von kronos.

Katastrophismus 01 Jan 2016 21:42 #10597

"Mythos"...

So ein Hungerjahr ist nicht so schnell verdaut, um es mal salopp zu sagen. Die sozialen Konsequenzen können noch lange nachwirken. Die Unterprivilegierten auf dem flachen Land werden noch lange zu wenig zu essen gehabt haben...

Kann man übrigens schön bei Behringer über die sozialen und politischen Auswirkungen der Tambora-Krise nachlesen!

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Katastrophismus 01 Jan 2016 22:52 #10598

Bei dieser Recherche lasse ich dir sehr gerne den Vortritt...
B-)


Hier müsste man fündig werden:

www.wienerzeitung.at/themen_channel/zeit...s&cal=v&t=1816-01-01

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Katastrophismus 13 Apr 2016 19:31 #10977

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Wie menschengemachte Katastrophen (Verfolgungen, Tötungen, Kriege) mit kosmischen Katastrophen zusammenhängen, dazu hat es kürzlich eine neue Veröffentlichung gegeben: Tom Fleischer: Welten im Zusammenbruch. Katastrophen, Menschen, Zivilisation.

Da wird der Versuch gemacht, die großen Tötungsbewegungen der Geschichte auf die verdrängte Erinnerung an die kataklystische Vergangenheit zurückzuführen: Die Totalitaristen waren getrieben von Katastrophenvisionen, der Überzeugung, dass das Unheil über sie hereinbreche und ein Endzeitdrama bevorstünde, das man nur durch ein – möglichst weltweit exekutiertes – reinigendes Blutbad überstehen könne, wodurch sich der unbewusste Drang im Menschen offenbare, die ihn traumatisierenden Großkatastrophen zu wiederholen, wie es Velikovsky in „Menschheit im Gedächtnisschwund“ vermutet hat.

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Katastrophismus 13 Apr 2016 19:45 #10978

Danke für den Tipp.
Wer ist Tom Fleischer?

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Katastrophismus 13 Apr 2016 21:02 #10984

Tom Fleischer Buch

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Letzte Änderung: von Ingwer.

Katastrophismus 14 Apr 2016 18:46 #10991

  • fuxberg
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Tuisto schrieb: Danke für den Tipp.
Wer ist Tom Fleischer?



Bislang unbekannt, im Buch steht nichts zur Person; scheint ein weiterer katastrophistischer Hobbyforscher zu sein – wie das in dem Metier so ist …

die Betrachtungen, die er anstellt, sind jedenfalls gut durchdacht; an einigen Stellen vielleicht zu ausführlich, aber am Ende eine runde Sache

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Katastrophismus 14 Apr 2016 21:16 #10992

Nicht zu vergessen: Immer wieder Fried:

www.nzz.ch/feuilleton/buecher/die-geschi...-ld.13341#kommentare

Ich habe in der Buchhandlung lange darin geblättert - und hab's dann doch nicht gekauft... (ich war wohl gerade nicht in einer Weltuntergangsstimmung).

Vielleicht kann es ja jemand hier empfehlen....

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