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THEMA: Wer wusste was wann?

Wer wusste was wann? 15 Dez 2015 18:59 #10348

Da kann man schon ins Grübeln kommen.
Ich habe mir im Zusammenhang mit dem Fomenko-Thread noch einmal die Britannica 1771 auf die Stichwörter 'Germany', 'Prussia', 'Seven Year's War', 'Austria' angesehen. Das Ergebnis ist befremdend. Preußen eine Provinz von Polen, es gibt ein Deutschland mit der Hauptstadt Wien, das bis an Ostsee reicht (ohne dass gesagt würde, es handele sich um einen geografischen Raum), Österreich existiert auf der Karte gar nicht. Und einen Eintrag für den Siebenjährigen Krieg gibt es auch nicht, obwohl England doch auf der Seite Preußens beteiligt gewesen sein soll.







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Letzte Änderung: von kronos.

Wer wusste was wann? 15 Dez 2015 20:18 #10349

Die Lexika des 18. Jhs. stellen alptraumhafte Probleme, wenn man sie chronologisch definieren will.

Im deutschen Sprachbereich ist unbedingt das Universal-Lexikon von Zedler zu erwähnen.
Dieses soll "1732 - 1754" erschienen sein. - Unmöglich früh!

Aber wann ist die Entstehung bzw. das Erscheinen des Werks zu sehen?

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Wer wusste was wann? 15 Dez 2015 22:23 #10350

Allrych schrieb: Aber wann ist die Entstehung bzw. das Erscheinen des Werks zu sehen?


Diese Frage beschäftigt mich schon lange...
Aber nur schon die Beschäftigung mit ihr führt in Abgründe!

Aus der Luft gegriffene Hypothese:
- Zedler gehört zu einer älteren Tradition, die etwa um nominal 1800 ihrer Zeitrechnung ihr Ende fand.
- Die französischen und englischen Enzyklopädien gehören zu einer jüngeren Tradition, die etwa um nominal 1600 ihrer Zeitrechnung ihren Anfang nahm.

Wobei das jüngere 1600 nach dem älteren 1700 anzusetzen wäre...

Fazit: Einige Quellen könnten viel älter sein als einigen unter uns lieb ist!

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 07:13 #10351

Aus der Luft gegriffene Hypothese:
- Zedler gehört zu einer älteren Tradition, die etwa um nominal 1800 ihrer Zeitrechnung ihr Ende fand.
- Die französischen und englischen Enzyklopädien gehören zu einer jüngeren Tradition, die etwa um nominal 1600 ihrer Zeitrechnung ihren Anfang nahm.

Wobei das jüngere 1600 nach dem älteren 1700 anzusetzen wäre.


Nun, die Entstehungsgeschichte der Enzyklopädien ist offensichtlich gut aufgearbeitet:

en.wikipedia.org/wiki/History_of_encyclopedias
de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_und_Ent...ung_der_Enzyklopädie
www.britannica.com/topic/encyclopaedia/H...clopaedias#ref307671

Die Werke existieren und enthalten ihre Entstehungsjahre. Da dürfte es schwierig sein, Anhaltspunkte für gezielte Fehlangaben zu finden. Der praktische Aufwand für eine später durchgeführte hypothetische Rückdatierung einer Enzyklopädie wäre viel zu hoch. Wollte man eine solche Hypothese beweisen, müsste man schon sehr gute Gründe anführen. Das Plausibelste ist, das angegebene Entstehungsdatum als gegeben anzunehmen.

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 07:38 #10352

Übrigens verfügt zeno ( www.zeno.org/ ) über eine hervorragende Suchfunktion über mehrere Lexika aus dem 18., 19. und frühen 20. Jh. Das Beispiel zeigt einen Ausschnitt aus einer Suche nach 'Scaliger'.


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Letzte Änderung: von kronos.

Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 08:06 #10353

Die Werke existieren und enthalten ihre Entstehungsjahre. Da dürfte es schwierig sein, Anhaltspunkte für gezielte Fehlangaben zu finden. Der praktische Aufwand für eine später durchgeführte hypothetische Rückdatierung einer Enzyklopädie wäre viel zu hoch. Wollte man eine solche Hypothese beweisen, müsste man schon sehr gute Gründe anführen. Das Plausibelste ist, das angegebene Entstehungsdatum als gegeben anzunehmen.


That´s it!
Alles andere ist blödsinniges Geschwafel, nicht einmal des Lesens, geschweige denn des Nachdenkens wert.

Im Übrigen zeigt auch die englische Karte korrekt die damaligen Verhältnisse.
Germany ist eben ganz Germany und nicht nur ein Landesteil.
So wird es auch präzise beschrieben und erst dann in seine Teil zerlegt.

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 08:37 #10354

@Tuisto

Im Übrigen zeigt auch die englische Karte korrekt die damaligen Verhältnisse.
Germany ist eben ganz Germany und nicht nur ein Landesteil.
So wird es auch präzise beschrieben und erst dann in seine Teil zerlegt.


Was mich irritiert, ist nicht die geografisch korrekte Beschreibung, sondern dass die Britannica von einem 'Empire' spricht. 'Empire' ist in der Britannica als Staatsgebiet definiert (Bild 1). Das zweite Bild zeigt die herkömmliche Auffassung der politischen Aufteilung Europas um 1800 (Quelle: www.euratlas.net/history/europe/1800/de_index.html ). Um 1700 sah es auch nicht wesentlich anders aus. 'Habsburg' existiert in der Britannica nicht einmal als Stichwort.




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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 12:58 #10355

Deshalb unterscheide ich schon immer strikt zwischen Fälschung der Geschichte und der Chronologie.
Ersteres ist leicht möglich und auch heute noch Tagesgeschäft.

Wer von uns kann z.B. überprüfen, wie groß das Gebiet, das der IS eingenommen hat, tatsächlich ist?
Und wieviel Kämpfer hat er wirklich?

Aus einem Scharmützel kann man literarisch im Nachgang leicht eine Schlacht machen usw.

Die Fälschung der Chronologie gelingt hingegen nicht so ohne Weiteres. Sie ist bis etwa 1500 zigtausendfach redundant. Von 1200 bis 1500 zumindest in Teilen plausibel, von 1000 bis 1200 sehr problematisch und von da zurück bis zur verschütteten Spät-Antike Fantasy.

Man kann aber nach wie vor einzelne Ereignisse in die Zeit hineinfälschen.
Einfaches Beispiel: Geburtsdaten von Herrschern (Z.B. Stalin)

In Bezug auf mein Timeshift-Beispiel gilt demanch:

1582 - Einführung GK: Reales Datum, anders ausgedrückt 2015 - 1582 = 433 Jahr vor heute.
1582 selbst ist natürlich dem fiktiven (komputistisch extrem klug) konstruierten XK-Startjahr 0 zuzuschreiben. Davon hängen aber alle anderen Ären/Kalender ab, selbst wenn deren Epoche scheinbar davor liegt.

1582 ist exakt 300 Jahre nach 1282, wo genau 10 Tage Differenz des Frühlingspunktes seit 0 AD angeblich beobachtet wurden, die in Wahrheit natürlich nur rechnerisch zusammen kamen.

Deshalb wurde auch der GK so mit dem JK kalibriert, dass er ab dem 1.3.300 AD langsamer (und damit richtiger) läuft als der um mehr als 0,0078 Tage je Jahr zu lange JK.

Von 200 bis 300 wurde er gleichlaufend mit dem JK gestellt, davor lief er logischerweise schneller (weil kürzer) als der JK, damit er ihn am 1.3.200 einholen konnte!

Zudem ist 1582 eine Permutation von 182,5, dem Halbjahr, in Analogie zu 26, dem Zahlwert von JHVH, der das Halbjahr in Wochen abbildet. Das ist das grundlegende Konstruktion-Prinzip, denn dadurch wird der (Jahres-)Kreis in 2 Hälften durch den Radius geteilt.

532 - Einführung XK mit Start 0 AD durch Exiguus: fiktives, aber wohl durchdachtes Jahr im konstruierten XK ab 0.

Grund: Permutation von 235 Mond, 325 Nicäa (auch fiktiv konstruiert), 253=Jesusdaten; zudem ist 532 = 28 x 19, der große Osterzyklus im JK.

Der Unterschied beträgt 3 x 350 Jahre, analog der 3,5 Zeiten = 42 Monate oder 1260 Tage, Jahre etc. der Bibel. (Daniel und Apokalypse, siehe das schöne Buch aus St. Omer)

2 x 3,5 Zeiten umfassen genau 1 "Schöpfungs-Woche", analog der Kundalini, die 3,5fach um das Ende der Wirbelsäule (= Milchstraße/Pol) geschlungen ist. Es ist eine heilige Periode!

1232 (In unseren Geschichtsbüchern halbwegs real beschriebenes 13. Jahrhundert, aber als Datum konstruiert) = 532 (fiktiv) + 700 Jahre => Beginn der chronologischen Realität, also 2015 - 1232 = 783 Jahre vor heute. Wir befinden uns zwar bereits in der Realität des Hochmittelalters = Spätantike, aber das Jahr 1232 selbst wurde natürlich retrokalkuliert, damit es zum biblischen und kalendarisch-chronologischen Schema passt, nach dem auch der (wahrscheinlichste) Zeitsprung von 700 Jahren konstruiert wurde.

Das sind die objektiv zu diskutierenden Grundlagen der Chronologiekosntruktion und der erfundenen bzw. vervielfältigten) Geschichtsereignisse und -Daten

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 13:59 #10356

Dieser "Tuisto" muss auch überall seine verdammte Jesus-Permutations-Numerologie einfügen!

Fort mit diesem Quatsch!

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 14:52 #10357

Allrych, bist Du ein Flipper, der schon wieder tilt?
Hier ist nur einer bislang auf dem richtigen Weg, und das bin ich!
Warum?
Weil ich Beweise habe und liefere, im Gegensatz zu Euren Märchenstunden!

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 17:37 #10358

"Die Werke existieren und enthalten ihre Entstehungsjahre. Da dürfte es schwierig sein, Anhaltspunkte für gezielte Fehlangaben zu finden."

Wo habe ich so etwas behauptet? Ich sprach von "Traditionen", in diesem Zusammenhang also von Traditionen der Datierung. Und diese können eben länder- und kulturspezifisch noch viel länger das neue Scaliger-Schema überdauert haben, als wir uns das vorstellen. Diese Hypothese ist durchaus bedenkenswert. Vor dem 19. Jh. sind verwaltungstechnische schnelle Durchgriffe auf die breite, zum Teil schwer erreichbare Bevölkerung völlig illusionär. Vor allem im Deutschen Reich gab es noch keinen Zentralstaat, der etwa ein neues Datierungsschema hätte durchsetzen können. Oder ich erinnere an das dunkle italienische Jahrhundert in der frühen Neuzeit!

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Letzte Änderung: von *CD.

Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 18:10 #10359

CD´s Problem ist, dass er, seine krude These als richtig vorausgesetzt, nicht belegen kann, wie, wann und wo diese vermeintlichen Traditionsstränge, die in Wahrheit nichts anderes als unterschiedliche Zeitrechnungen sind oder sein sollen, im 19. Jahrhundert in unseren heutigen Kalender übergegangen sein könnten.

Außerdem war Scaliger nur ein "Verbesserer" einer schon längst vorhandenen Geschichtsschreibung.
Er hat sich allerdings in der Tat der großen Mühe unterzogen, sämtliche Epochen und Ären und Kalendersysteme miteinander zu vergleichen und die überlieferten, vermeintlich als wahr angesehenen historischen Ereignisse seiner Ansicht nach korrekt in den XK einzufügen. Da war nix mehr mit unterschiedlichen Zeitsträngen in Mitteleuropa!

Selbst die spanische ERA, die nur um 37/38 Jahre abweicht, war bereits zu Ende!
Nur die Juden pflegten noch die seleukidische Zeitrechnung, neben den beiden heute noch gültigen, die auch nur um 2 Jahre differieren.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 18:33 #10360

Dieser "Tuisto" ist ein Alles- und Besserwisser.

Sogar "CD" beleidigt er, indem er seine Ansichten als "krude Theorie" verunglimpft.

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 19:31 #10361

@*CD

Wo habe ich so etwas behauptet?


Haben Sie nicht! Tut mir leid, wenn meine Aussage so rübergekommen ist.

Allerdings sprechen Sie bei den "Traditionen der Datierung" selbst von einer 'aus der Luft gegriffenen Hypothese'. Woran machen Sie denn eine solche Hypothese der länder- und kulturspezifischen Traditionen fest, die parallel zueinander bestanden haben? Wer Hypothesen aufstellt, hat eine Bringschuld. Ich bin gern bereit, igrendwelchen Links zu folgen. Unter den von mir genannten Links zur Geschichte der Enzyklopädien findet man ausdrücklich Hinweise darauf, dass die Autoren der Enzyklopädien auch die Werke anderer Enzyklopädisten kannten und als Anregung/Vorbild betrachteten. Speziell von Diderot werden sogar Zitate angeführt.

Vor dem 19. Jh. sind verwaltungstechnische schnelle Durchgriffe auf die breite, zum Teil schwer erreichbare Bevölkerung völlig illusionär. Vor allem im Deutschen Reich gab es noch keinen Zentralstaat, der etwa ein neues Datierungsschema hätte durchsetzen können.


Das spielt hier eher keine Rolle. Es geht darum, ob die - wenn auch dünne - Schicht der Gelehrten europaweit die Enzyklopädien und damit auch deren Datierungen kannte.

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 19:54 #10362

Ach Tuisto, du hast doch bisher noch keine Minute an eventuelle chronologische Implikationen des bekanntlich "überlangen 19. Jahrhunderts" verschwendet. Dein Beissreflex in dieser Sache zeugt von grossen Ängsten! Du hast dich damit quasi als Positivist entlarvt... Aber lautes Singen im dunklen Wald hilft nicht immer!

Und wer von mir ultimativ Ergebnisse und Beweise erwartet, dem sei gesagt: Ich sehe mich nicht in der Pflicht, auf freiwilliger Basis die Arbeit zu leisten, die staatlich besoldete Historiker schon lange hätten leisten müssen.

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Wer wusste was wann? 16 Dez 2015 20:14 #10363

"Speziell von Diderot werden sogar Zitate angeführt."

Bei solchen Sätzen schrillen bei mir alle Alarmglocken!

"Speziell ... sogar"

Eine Einzelbeobachtung, vielleicht in einer Schrift, die Diderot nur untergeschoben wurde, um gewünschte Querbezüge herzustellen?!
Wie naiv und verblödet sind wir denn geworden, dass wir nicht den Verdacht schöpfen, dass genau dies gemacht wurde? Gefälschte Quellen, um die gewünschten Bezüge und Absicherungen herzustellen! Die Grosshistoriker des 19. Jhs. waren in dieser Hinsicht Schwerverbrecher. Und dann ist ja auch mal die eine oder andere Privatbibliothek mitsamt all den unersetzlichen Originalen abgebrannt... Aber zum Glück waren die Standardwerke dazu ja schon gedruckt :-)

Überall auf der Welt Lug und Trug - nur Historiker sind lupenreine Wissenschaftler?
Nein wirklich! Auf welchem Niveau diskutieren wir denn hier?!

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 04:29 #10364

Und wer von mir ultimativ Ergebnisse und Beweise erwartet, dem sei gesagt: Ich sehe mich nicht in der Pflicht, auf freiwilliger Basis die Arbeit zu leisten, die staatlich besoldete Historiker schon lange hätten leisten müssen.


Wie kann man bei einer solchen Einstellung eigentlich für sich allein im stillen Kämmerlein sicher sein, dass man sich selbst nichts vormacht, sondern dass das eigene Denken tragfähgiges Wissen hervorbringt? Wer je Computer programmiert hat, weiß wie brüchig selbst scheinbar solide Gedankengänge sein können und immer wieder an der Wirklichkeit geprüft und bewiesen werden müssen - und zwar nicht für andere, sondern für einen selbst. Eine solche Arbeit macht demütig, was die Einschätzung des eigenen Denkens angeht.

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Letzte Änderung: von kronos.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 04:44 #10365

Eine Einzelbeobachtung, vielleicht in einer Schrift, die Diderot nur untergeschoben wurde, um gewünschte Querbezüge herzustellen?!
Wie naiv und verblödet sind wir denn geworden, dass wir nicht den Verdacht schöpfen, dass genau dies gemacht wurde? Gefälschte Quellen, um die gewünschten Bezüge und Absicherungen herzustellen!


Ein 'vielleicht', ein 'Verdacht', 'Gefälschte Quellen' - festgemacht an welchen Indizien? Selbst wenn dem so wäre, müsste man jeden einzelnen Verdacht erhärten, verdichten, beweisen. Mit der Behauptung, alles sei sowieso gefälscht, schneidet man sich selbst vom Diskurs ab. Im Übrigen halte ich mich hier an Tuistos 'zigtausendfache Redundanz'. Wegen der zentralen Rolle, die Diderots Enzyklopädie für die Sammlung und Darstellung von Wissen hat, ist über sein Leben und die Entstehung der Enzyklopädie soviel bekannt, dass für einen Fälschungsverdacht und -beweis wirklich schwere Geschütze aufgefahren werden müssten.

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 09:30 #10366

Allrych, hast Du gestern mal wieder zu tief ins Rotweinglas geglotzt?

Ich habe CD mit keinem Wort beleidigt, sondern seine These - von Theorie war keine Rede - als "krude" bezeichnet. Das ist sicher das harmloseste Wort für die Beurteilung dessen, was er da von sich gibt.

@CD: Natürlich musst Du Dir nicht die Arbeit der Historiker machen.
Aber wenn Du eine These in den Raum stellst, die keiner kennt, geschweige denn anerkennt, dann musst Du schon mindestens eine konkreten Fall detailliert belegen.

Ich habe Jahre nach konkreten Beweisen für meine GK/JK Theorie gesucht und ich bin fündig geworden.
Seither beweise ich und fasle nicht.

Wenn also das 19. Jahrhundert nach Deiner Ansicht überlang ist und in Italien das 17. oder 18. JH. Deiner Meinung nach überhaupt nicht präsent, dann lege endlich Belege vor.

Im Übrigen existierte ein Zentralstaat, der weltweit Informationen sammeln und streuen konnte.
Das war und ist bis heute die katholische Kirche. An ihr kam auch kein Staatswesen vorbei, zumal sie schon immer mit den Protestanten und bei Bedarf mit den Orthodoxen unter einer Decke steckte.
Will sagen, es gab nachweislich immer Informationsaustausch, ab 1550 bis 1600 zweifelsfrei weltweit!

Zudem waren alle Adligen in ganz Europa und nach der Eroberung in Amerika miteinander verwandt und verschwägert.

Und da sollte ihnen entgangen sein, dass man in den einzelnen Grafschaften, Bezirken und Ländereien nach 1600 noch unterschiedliche Jahre gezählt haben soll, die erst im 19. Jh. in einer gleichlautenden Jahreszahl zusammengefasst worden sein sollen?

Die RK und die Evangelen hatten nachweislich den XK als JK oder GK ab 0 AD
Die Orthodoxen den JK ab ihrem Anno Mundi
Die Juden Seleukos oder Hillel II.

Punkt, Aus, Amen!

Anders sieht das z.B. im Hochmittelalter aus.
Die Gotik begann in Frankreich 100 Jahre früher als bei uns. Das ist ein Timeshift.
Die Renaissance begann in Italien, das in Wahrheit Deutschland war, angeblich auch 100 Jahre früher.
Das ist unmöglich, zumal alle studierten Deutschen immer auch in Italien an in die Uni gingen.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 09:55 #10367

Mit "Tuisto" ist wirklich, wie er selbst sagt:

PUNKT, AUS, AMEN

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 14:37 #10370

Allrych, trink endlich Deinen Schierlingsbecher aus.
Dann haben wir wenigstens mit Dir: Punkt - Aus - Amen!

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 15:34 #10371

Und da sollte ihnen entgangen sein, dass man in den einzelnen Grafschaften, Bezirken und Ländereien nach 1600 noch unterschiedliche Jahre gezählt haben soll, die erst im 19. Jh. in einer gleichlautenden Jahreszahl zusammengefasst worden sein sollen?

Glauben macht selig!

Noch heute gibt es bis zu 300 verschiedene gültige Kalender bzw. Zeitrechnungen!

Und:

Der erste Schritt zur Wahrheit ist der Zweifel – Denis Diderot

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Letzte Änderung: von Ingwer.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 19:04 #10372

kronos schrieb: Wer je Computer programmiert hat, weiß wie brüchig selbst scheinbar solide Gedankengänge sein können und immer wieder an der Wirklichkeit geprüft und bewiesen werden müssen - und zwar nicht für andere, sondern für einen selbst. Eine solche Arbeit macht demütig, was die Einschätzung des eigenen Denkens angeht.


Reichen 30 Jahre Erfahrung in SW-Engineering?
Da habe ich vieles gesehen: auch den Abgrund der Hölle...
Kein Grund zur Demut!

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 19:15 #10373

kronos schrieb: Wegen der zentralen Rolle, die Diderots Enzyklopädie für die Sammlung und Darstellung von Wissen hat, ist über sein Leben und die Entstehung der Enzyklopädie soviel bekannt, dass für einen Fälschungsverdacht und -beweis wirklich schwere Geschütze aufgefahren werden müssten.


Fahren wir's doch auf, das schwere Geschütz: Die französischen Enzyklopädisten haben sich zunächst mal reichlich bei Zedler bedient, um den Grundstock für ihre eigene Enzyklopädie zu schaffen. Ich behaupte das einfach mal...

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 19:27 #10374

Ich behaupte das einfach mal...


Ohne Beleg vollkommen uninteressant...

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Letzte Änderung: von kronos.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 19:28 #10375

Wie stets, es fehlt an Beweisen. Nicht einmal Indizien werden vorgelegt!
Ach wie schön sind doch die Märchenstunden für kleine Kinder.
Ich habe natürlich nicht nur Pferde, sondern auch einen Wolf zu Hause.
Und das meine ich so wie ich es sage!
Dafür sind mir die Omas abhanden gekommen.

@Ingwer:

Nenne mir bitte die Kalender in Mittel- und Nordeuropa, also im Bereich der katholischen Kirche und der Protestanten (England, Schweden, Holland, in den deutschen Herrschaftsgebieten, Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Ungarn etc.), die einen Kalender hatten, der zwischen 1500 und 1900 eine andere Jahreszahl hatte als der XK.

Bin gespannt!

CD darf sich gerne an der Suche beteiligen.
Nur Allrych bleibt außen vor.
Der soll seinen Rycher ins vergiftete Weinglas stecken!
Damit wir ihn endlich los werden.
Ich bestell schon mal das Ave Maria oder besser noch "One of these days".

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 20:05 #10376

@ Kronos: oh, das war jetzt aber unabgestimmt fast zeitgleich!

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 20:12 #10377

@Tuisto

No Problem! Gleiche Beurteilung...
Es lohnt sich einfach nicht, auf heiße Luft näher einzugehen.

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Letzte Änderung: von kronos. Begründung: Ergänzung

Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 20:22 #10378

Tuisto schrieb: Aber wenn Du eine These in den Raum stellst, die keiner kennt, geschweige denn anerkennt, dann musst Du schon mindestens eine konkreten Fall detailliert belegen.


Guter Punkt! Aber ich sehe das ganz locker: Die Forschung wird sich unweigerlich in die von mir gewünschte Richtung bewegen... Erste Ansätze sind schon sichtbar.

Aber dazu nur noch dies: Im Zedler stehen viele Sachen, die in der deutschen Überlieferung gänzlich verloren gegangen sind... Wie kam's? Wer hat da wann die geschichtliche Tradition unterbrochen? Wer wusste überhaupt etwas vom Zedler, geschweige denn von dessen Inhalten vor - na, sagen wir mal: zehn Jahren?!

Ich habe Jahre nach konkreten Beweisen für meine GK/JK Theorie gesucht und ich bin fündig geworden.
Seither beweise ich und fasle nicht.


Ich lasse dir dein Fachgebiet - aber nicht etwa, weil ich von den Ergebnissen überzeugt wäre, sondern weil ich prinzipiell ergebnisoffen bin. Aber in der Geschichte ist es halt so, dass es keine "Beweise" gibt, sondern nur "Konsens"...

Wenn also das 19. Jahrhundert nach Deiner Ansicht überlang ist und in Italien das 17. oder 18. JH. Deiner Meinung nach überhaupt nicht präsent, dann lege endlich Belege vor.


Dazu wurde schon einiges publiziert. Die genannten Phänomene sind unter Fachhistorikern eigentlich unbestritten. Es bleibt dann noch die Frage der Interpretation...

Im Übrigen existierte ein Zentralstaat, der weltweit Informationen sammeln und streuen konnte.
Das war und ist bis heute die katholische Kirche. An ihr kam auch kein Staatswesen vorbei, zumal sie schon immer mit den Protestanten und bei Bedarf mit den Orthodoxen unter einer Decke steckte.
Will sagen, es gab nachweislich immer Informationsaustausch, ab 1550 bis 1600 zweifelsfrei weltweit!


Gewagte Behauptungen! Und Tuisto sichert sich schon mal ab: "ab 1550 bis 1600" - ja klar!
Aber wie sieht es im 18. und 19. Jh. aus? Der Kirchenstaat war damals eine relativ unbedeutende Mittelmacht in Italien. Die ultramontane Verschwörung ist ein relativ neues Phänomen und dem technischen Fortschritt verdankt! Ohne Roma Termini kein Vaticanum I ! (Ohne Internet kein Islamischer Staat, möchte man anfügen...)

Zudem waren alle Adligen in ganz Europa und nach der Eroberung in Amerika miteinander verwandt und verschwägert.


Mit der Folge, dass der durchschnittliche IQ dieser Rotte um %%% sank!

Und da sollte ihnen entgangen sein, dass man in den einzelnen Grafschaften, Bezirken und Ländereien nach 1600 noch unterschiedliche Jahre gezählt haben soll, die erst im 19. Jh. in einer gleichlautenden Jahreszahl zusammengefasst worden sein sollen?


Siehe oben!

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Wer wusste was wann? 17 Dez 2015 20:43 #10379

@CD

Wer wusste überhaupt etwas vom Zedler, geschweige denn von dessen Inhalten vor - na, sagen wir mal: zehn Jahren?!


Recherchieren hilft!

Die hier publizierte Version des Universal-Lexicon wurde in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek zwischen 1999 und 2001 digitalisiert und inhaltlich erschlossen. Seitdem sind die ca. 284.000 Einträge des Zedler einzeln auffindbar, ebenso wie die ca. 276.000 Verweisungen.


www.zedler-lexikon.de/index.html?c=projektinfo&l=de

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Letzte Änderung: von kronos.