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THEMA: Die Sonnenfinsternis von 585 AC

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 20 Mär 2015 10:45 #9766

Da heute eine partielle Sonnenfinsternis war, darf wieder einmal auf solche Ereignisse in der erfundenen antiken Geschichte hinweisen.

Ich erwähne hier nur die Sonnenfinsternis in Kleinasien, "am 28. Mai 585 AC". Diese trat während einer Feldschlacht zwischen Lydern und Medern auf und beeindruckte beide Parteien derart, dass sie miteinander Frieden schlossen.

Das Datum steht nicht verloren im Raum, sondern ist fest eingebaut in das chronologische Konzept der Geschichtsmatrix.

Zählt man von 585 bis 666 weiter, so kommt man ins Jahr 81 AD. - Dieses war ursprünglich das Datum des Vesuvausbruchs und der Zerstörung von Pompeji. Danach wurde es auf 79 AD verlegt.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 20 Mär 2015 21:07 #9767

Calvisius datiert diese SoFi auf 581 AC und nennt als Quelle einen gewissen "Buntingus"...
Ein paar Jährchen mehr oder weniger für eine SoFi - wen juckt's?
Chronologie als exakte Glücksache, sozusagen...

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 20 Mär 2015 21:20 #9768

Muss mich sogleich korrigieren: Die SoFi vom 28. Mai soll angeblich 583 AC passiert sein, jene im Kontext der Lydier und ihrem Krieg hingegen 581 AC (ist aber umstritten :-) - Aber eigentlich völlig egal, weil chronologisch irrelevant! Hat sozusagen damals nicht stattgefunden! Diese Rückrechnungen sind nichts anderes als positivistische Hybris!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 20 Mär 2015 22:14 #9769

Bei dieser Gelegenheit soll auch die berühmteste Sonnenfinsternis des Altertums erwähnt werden: diejenige des Thukydides am Anfang des Peloponnesischen Krieges - einer antiken Variante des Dreissigjährigen Krieges.

Scaliger datiert diese auf den "3. August 431 AC".

An dieses angebliche Naturereignis wurden bedeutende Daten der römischen Geschichte angehängt:

450 Jahre danach, also "19 AD", starb der Jesus-Doppelgänger Germanicus.

666 Jahre danach, also "235 AD", starb der letzte Severer-Kaiser Alexander Severus.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 21:49 #9776

*CD schrieb: Muss mich sogleich korrigieren: Die SoFi vom 28. Mai soll angeblich 583 AC passiert sein, jene im Kontext der Lydier und ihrem Krieg hingegen 581 AC (ist aber umstritten :-) - Aber eigentlich völlig egal, weil chronologisch irrelevant! Hat sozusagen damals nicht stattgefunden! Diese Rückrechnungen sind nichts anderes als positivistische Hybris!


Die Sofi steht auf S. 220 bei Calvisius.
books.google.de/books?id=3kw_AAAAcAAJ&pg...etatis%20%20&f=false


Wie ich erst kürzlich in meinem Thread "Neue Erkenntnisse zur Jesuskosntruktion" bewies, sind bei Calvisius alle Daten vor Christi um 2 Jahre geringer als in unserer Zählung.

Den Beweis liefern die von Calvisius mitgeschriebenen Sonnenzirkel und Mondzirkel.

585 AC (vor Christus) in unserer Zählung ist bei Calvisius 583 Ante C.N.!

Beweisführung:
Angegeben sind für AM 3365 = 583 Ante C.N. Sonnenzirkel 13 und Mondzirkel 6.
Er verwendet nachweislich die gleichen Ausgangsdaten ab 1 nach Christus wie Exiguus und Scaliger, nämlich SZ 10 und MZ 2.

Daraus folgt in unserer korrekten "vor Christus"-Zählung:
585 BC (-584) = SZ 13 und MZ 6.

Bei Calvisius ist unser Jahr 585 BC sein Jahr 583 Ante C.N.

Warum?

Weil Calvisius ab 1 AD in die Vergangenheit wie folgt rechnet:
3950 = 1 AD, SZ 10 und MZ 2, vollkommen korrekt!
3949 = 0, wir aber 0 astronomisch und 1 BC historisch, SZ 9 und MZ 1
3948 = 0, wir aber -1 astronomisch und 2 BC, SZ 8 und MZ 19
3947 = 1 ante C.N., wir aber 3 BC, SZ 7 und MZ 18.

Kann jeder nachlesen und ohne Probleme nachvollziehen.

Calvisius hat demnach das gleiche Jahr für die SOFI angegeben wie wir im XK heute.

Ob die NASA für dieses Jahr ebenfalls eine SOFI ausweist, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht recherchiert. Aber selbst wenn, besagt das nur, dass die Renaissance-Chronologen auch gut rechnen konnten und bei der Retrokalkulation zum gleichen Jahr/Datum kamen.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 22:06 #9777

Calvisius nennt als Datum den 28. Mai 583 Ante C.N. und als Tag feria secunda (= Montag)

Ich nehme an, dass er uns auch damit chronologisch verwirren = verarschen wollte, denn er rechnet im JK 583 BC = Montag und zugleich chronologisch 585 BC (bei ihm 583 Ante C.N.), das aber war ein Mittwoch, nämlich Mittwoch (feria quarta), der 28.5. mit Neumond und potentieller SOFI.

Der JK/GK Wechsel zur Zeitenwende und zur Zeit des Exiguus lässt grüßen!

Der 28.5.531 war ein Mittwoch im JK, aber ein Montag im GK!

Analog gilt: Der 28.5.-1 war ein Mittwoch im JK, aber ein Freitag im GK!

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 22:26 #9778

Hier die Finsternisberechnung der NASA fü den 28. May -584 (585 BC = 583 Calvisius) über Griechenland:

eclipse.gsfc.nasa.gov/SEpubs/5MCSE.html

Bereits Ptolemäus zeigte die Berechnung von Finsternissen in seinem Almagest, was auch jeder im Internet nachlesen kann.

Es geht also nicht darum, dass - sofern die Erde seit dieser Zeit keine Spünge gemacht hat, was extrem unwahrscheinlich ist - dieses Datum nicht stimmen würde.

Es geht darum, dass es von den Renaissance-Geschichtskonstrukteuren berechnet wurde.

Und hier ein Auszug zu SOFI Berechnungen aus dem Almagest:
archive.org/stream/desclaudiusptole01pto...e01ptoluoft_djvu.txt

"Siebentes Kapitel.

Praktische Anleitung zur Aufstellung von Finsternistabellen.

Die vorstehende Erörterung hat uns darüber belehrt, wie
groß die Intervalle der Sjzygien sein müssen, welche wir
zur Feststellung der Finsternisse heranzuziehen haben. Um
aber nach zahlenmäßiger Festsetzung der für sie geltenden
mittleren Zeiten und nach Berechnung der zu diesen Zeiten
von dem Monde eingenommenen Örter, d. h. der schein-
baren bei den Konjunktionen und der genauen bei den
Vollmonden*), nach den Epochen des Mondes in Breite
erstens die Syzygien, welche voraussichtlich überhaupt mit
Finsternissen verbunden sind, und zweitens Größe und Dauer
der Finsternisse bequem feststellen zu können, haben wir
zur Erleichterung des erforderlichen Rechengeschäfts Tabellen
aufgestellt: zwei für die Sonnenfinsternisse und zwei für die
Mondfinsternisse, je für die größte und die kleinste Entfer-
nung des Mondes. Die allmähliche Zunahme der Verfinsterungen
haben wir nach Zwölfteln des verdunkelten Durchmessers
eines jeden der beiden Lichtkörper vor sich gehen lassen."

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 22:33 #9779

In Wirklichkeit befand sich der Pfad der SoFi vom 28.5.585 AC (= -584)
ein paar 1000 km weiter westlich, über Nordamerika,
wenn die Rückrechnungen stimmen.

Diese SoFi war damit in Wirklichkeit in Europa überhaupt nicht sichtbar.

Der Trick der offiziellen Geschichte und der Astronomen besteht darin,
den Pfad der SoFis soweit zu verschieben,
daß wenigstens ein Teil davon mit den "überlieferten Aufzeichnungen" übereinstimmt.

In der NASA-Karte ist diese ausschließlich auf den "überlieferten Aufzeichnungen" beruhende Korrektur
ganz oben vermerkt (shift due to Delta T).
Um diese Entfernung muß man den Pfad Richtung Westen verschieben, um den naturwisenschaftlich richtigen Pfad der SoFi zu erhalten,
ohne die willkürliche, spekulative Annahme physikalischer Anomalien in der entfernten Vergangenheit,
die Voraussetzung der Datierung der offiziellen Geschichte ist.



eclipse.gsfc.nasa.gov/SEatlas/SEatlas-1/SEatlas-0599.GIF

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Letzte Änderung: von Basileus.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 22:44 #9780

Das beweist vor allem, dass die mittelalterlichen/renaissancezeitlichen Geschichtskonstrukteure mit einem geringfügig anderen Delta T rechneten.

Die NASA rechnet mit einer Differenz von 18610 sec (= 5H und 10 min) gegenüber heute.
Sie sind den historischen Angaben geschuldet, die jedoch sicherlich den Berechnungen des Spätmittelalters entsprechen. Natürlich passt da nichts zusammen.


Delta-T Änderungen hat bereits Prof. Seyffarth für seine "Sacra Chronologia" von einem damals bekannten Astronomen vornehmen lassen, um die die SOFI vom DO, dem 19.3.33 AD von der Südsee nach Jerusalem zu transferieren. Damit konnte Jesus´ Kreuzigung an diesem Tag bei SOFI stattfinden! Womöglich lag er richtig!

So oder so: Die Geschichtsereignisse wurden natürlich nicht exakt chronologisch überliefert, sondern in der Renaissance zigfach emendiert, wenn nicht ganz und gar erfunden oder zumindest vervielfacht, um die leeren Zeiten zu füllen.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 21 Mär 2015 23:12 #9781

Die Beiträge von "Tuisto" sind irrelevant, man übergehe sie.

Es geht hier um seriöse Geschichts- und Chronologiekritk, nicht um esoterische
numerologische Spinnereien.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 22 Mär 2015 08:43 #9782

eine daseinsberechtigung
seriöser historiker scheint darin zu bestehen
sich nicht vom fleck bewegen zu dürfen

sozusagen eine standfeste angsterfüllte dauerfinsternis

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 22 Mär 2015 08:46 #9783

Allrych ist wieder bei seinem Lieblingsthema: aarengeschliffene Dummschwätzerei!

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 22 Mär 2015 11:16 #9784

"Die rund dreistündige Finsternis bei der Kreuzigung Jesu Christi, wie sie im Neuen Testament berichtet wird,[2] kann keine Sonnenfinsternis im hier behandelten Sinne gewesen sein. Denn alle vier Evangelien stimmen darin überein, dass Jesus am 14. oder 15. des jüdischen Monats Nisan gekreuzigt wurde; zu diesem Termin aber ist eine Sonnenfinsternis unmöglich, da im jüdischen Kalender um die Monatsmitte Vollmond ist, nicht der für eine Sonnenfinsternis erforderliche Neumond."

de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis

Anmerkung: Es ist in keinster Weise gesichert, dass LUNA 14/15 zur Zeitenwende bei den Juden den Vollmond kennzeichnete. Genau so gut wäre Neumond möglich gewesen. Diese Frage ist bis heute nicht endgültig geklärt.


Zur SOFI Berechnung in der Sacra Chronologia muss ich natürlich noch ergänzen, dass die Längengrade der Abdeckung durch Delta T, aber der Breitengrad durch Gamma berechnet wird:

"Der Gamma-Wert (Formelzeichen: γ) stellt bei einer Sonnenfinsternis den geringsten Abstand der Schattenachse des Mondes vom Erdmittelpunkt in Einheiten des Äquatorradius dar. Damit wird annähernd angegeben, in welchen Breiten der Erde die Finsternis stattfindet.

Das heißt, auch der Gammawert wurde von Seyffarth (bzw. von dem Astronomen, der den Auftrag dazu hatte) so verändert, dass die SOFI vom 19.3.33, die ja kurz vor dem Äquinoktium stattfand, von der Südsee nach Jerusalem transferiert werden konnte.

Immerhin ist eine Jerusalemer SOFI in einigen Schriften "aus dem Zeitenwechsel" dokumentiert, ob richtig datiert, sei dahin gestellt.

Unabhängig davon ist sich die Wissenschaft bis heute nicht sicher, ob die SOFI von 585 BC die richtige ist. Selbst WIKI schriebt:

"Bekannt ist etwa die von Herodot überlieferte Anekdote, wonach Thales von Milet für die Zeit eines Krieges zwischen den Medern und den Lydern eine Sonnenfinsternis vorausgesagt habe. Als diese tatsächlich eintrat, hätten die Gegner den Kampf erschreckt beendet und Frieden geschlossen. Dabei könnte es sich um die Sonnenfinsternis vom 28. Mai 585 v. Chr. handeln, einige Argumente sprechen jedoch eher für die Sonnenfinsternis vom 16. März 581 v. Chr.[1]"
de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 22 Mär 2015 12:03 #9785

Übrigens kenne ich bis heute kaum eine bessere Besprechung der SOFI von angeblich 585 BC als die von Prof. Seyffarth.


Von S. 303 bis S. 307 unter 34) seiner Chronologia sacra:
books.google.de/books?id=k0NKAAAAMAAJ&pr...#v=onepage&q&f=false

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 23 Mär 2015 18:35 #9786

Der einzige, der zu diesem meinem Thema einen guten Beitrag geliefert hat ist "Basileus":

Er entlarvt die fingierten Daten der Vorgeschichte indem er beweist, dass die simple Retrokalkulation, hier einer Sonnenfinsternis, vollkommen daneben führt: Am behaupteten Datum war in der betreffenden
Region kein solches Ereignis.

Wenn man doch auf gleiche Weise z.B. das behauptete Datum "79 AD" für den plinianischen Vesuvausbruch als falsch überführen könnte!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 23 Mär 2015 20:26 #9787

Tuisto schrieb: Natürlich passt da nichts zusammen.


Es sei denn, man macht es passend...

Diese pseudowissenschaftlichen Rückrechnungen kann man samt und sonders in die Tonne treten!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 23 Mär 2015 20:50 #9788

18 Jahre vorher soll es ebenfalls in Kleinasien eine Sonnenfinsternis gegeben haben:
am "18. Mai 603 AC".

Ich sehe darin eine Koppelung, beziehungsweise eine Verdoppelung der bekannten Sonnenfinsternis von 585 AC.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 24 Mär 2015 19:58 #9789

*CD schrieb:

Tuisto schrieb: Natürlich passt da nichts zusammen.


Es sei denn, man macht es passend...

Diese pseudowissenschaftlichen Rückrechnungen kann man samt und sonders in die Tonne treten!


Tatsächlich gibt sich Prof. Seyffarth selbst die richtige Antwort, wie wir heute wissen; nur zog er damals noch die erhoffte Stimmigkeit der Überlieferung seiner glasklaren Logik in Bezug auf die "wichtigste SOFI der Antike" vor:

"Diese so vielfach besprochene Sonnenfinsternis ganz allein zwingt uns unwiderstehlich, entweder die Schlacht am Halys und die von vielen Tausend Menschen gesehene Sonnenfinsternis bei Sonnenaufgang im Frühjahr 582 v. Chr. und Alles, was damit zusammenhängt, für Lug und Trug zu halten, oder eine andere Mondknotenbewegung anzunehmen, als die Tafeln angeben.

S. 307
books.google.de/books?id=k0NKAAAAMAAJ&pr...#v=onepage&q&f=false

Wahrlich, alles Lug und Trug!

Im Übrigen gab es noch vielmehr SOFI-Kandidaten als die jetzt noch von Allrych erwähnte vom 18. Mai 603 vor Chr., wie man auf Seite 305 nachlesen kann, wo alle potentiellen zu diesem Ereignis aufgeführt sind.

Aber das kennt man ja von Allrych:
Unsorgfältige Recherche, a bisserl hier, ab bisserl da.
Und keine Ahnung, wie man SOFIs berechnet, geschweige denn Delta T bzw. die Verschiebung des Mondknotens. Dafür Kotau beim Basileus, joho!


:

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 25 Mär 2015 10:06 #9790

Nicht nur Sonnenfinsternisse, auch viele Kirchenväter (z.B. Basilius von Caesarea und Gregor von Nazianz) wurden von der Geschichtserfindung in Kleinasien angesiedelt: Wer geht schon in das Land der Ungläubigen nachfragen, ob dort was gewesen ist?

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 25 Mär 2015 22:02 #9791

Allrych schrieb: Wer geht schon in das Land der Ungläubigen nachfragen, ob dort was gewesen ist?


Das ist natürlich ein interessanter Punkt! Für die Türkei lässt sich sagen, dass das Land und die Fundstätten relativ frei zugänglich sind. Es gibt (noch) keine Religionspolizei. Übrigens sind die Türken östlich des Bosporus deutlich kulturtoleranter als jene westlich davon... Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die Westtürken eigentlich Griechen sind... (ok, andere Geschichte!)

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 26 Mär 2015 09:56 #9792

@CD,

Für die Türkei lässt sich sagen, dass das Land und die Fundstätten relativ frei zugänglich sind.


Gilt nicht für die gesamte Türkei. Im Osten und Südosten wird man sehr wohl Probleme bekommen!

Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass die Westtürken eigentlich Griechen sind


Nicht nur die Westtürken. Griechenland findet man auf alten Karten auf dem Gebiet der heutigen
Türkei. Was auch immer dies bedeutet.

Und vergesst Amerika nicht!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 27 Mär 2015 22:33 #9793

Ingwer schrieb: Griechenland findet man auf alten Karten auf dem Gebiet der heutigen
Türkei. Was auch immer dies bedeutet.


Was das bedeutet? Verordnete Völkerwanderung: "1923 wurde im Vertrag von Lausanne im Einvernehmen beider Regierungen ein Austausch der Bevölkerungen beschlossen. Die Zwangsumsiedlung betraf ca. 1,25 Millionen Griechen und 500.000 Türken. Als ausschlaggebendes Kriterium der Volkszugehörigkeit wurde die Religion festgelegt (orthodox = griechisch, muslimisch = türkisch), die nicht immer der ethnischen Zugehörigkeit entsprach." (wikipedia)

Natürlich war Westanatolien einst "griechisch"! Aber wie man sieht, wurden ethnische Grenzen immer wieder mal religiös definiert. Da entsteht zwangsläufig ein Durcheinander der Begriffe! Einfach mal die Leute anschauen hilft...

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 28 Mär 2015 11:47 #9794

"CD" bringt ein zentrales Thema aufs Tapet:

Volks-, Sprach- und Religionszugehörigkeit waren früher austauscbar. Wir dürfen nicht die alten Zeiten mit unseren heutigen Begriffen verstehen wollen.

Die Römer: Das war ein Volk oder besser gesagt eine Kultur, welche die Bautechnik des Mörtels, des Zements anwendete.

Die Griechen: Das waren Leute, welche die griechische = christliche Religion nach Europa brachten.

Die Türken: Das waren die alten Thraker (TRC) oder Etrusker (TRC). Diese waren in Südosteuropa beheimatet und eroberten Rom (Konstantinopel).

Sowohl die Römer wie die Griechen und die Türken haben eigene Formen des Christentums ausgebildet.

Noch heute wird zwischen römisch-katholisch und griechisch-orthodox unterschieden. - Und die alten Arianer wurden Mohammedaner.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 28 Mär 2015 15:40 #9795

Die Türken:


Die "Türken" als Pauschalbegriff ist überhaupt nicht hilfreich!
Die Menschen in der heutigen Türkei bilden einen Vielvölkerstaat.

Vielleicht beantwortet Allrych sich die Frage im Selbststudium, was
viele Türken mit amerikanischen Indianern zu tun haben!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 08:56 #9796

Was haben die türkischen Eroberungen des 15. Jahrhunderts und die erzwungenen Wanderungsbewegungen im 20. Jahrhundert mit der SOFI von 585 BC zu tun?

Es ist scheißegal, wer damals in der fraglichen Region gelebt hat, die Frage ist, ob die SOFI über sie hinweg zog.

Oder ob im Umkreis von +/-50 Jahren eine solche den Schlachtausgang änderte, sofern die Schlacht stattfand.

Eine SOFI kann niemals das Muster für die Geschichtsschreibung abgeben, eben sowenig wie eine Pest.

Denn es gab nachweislich hunderte historische SOFIS und hunderts Pests. Aber auch diese sind kein Indiz für Klitterung.

Das Fehlen der Pest in den Annalen oder ein zu wenig oder viel an (fehldatierten) Sofis darin, sind die Merkmale der Geschichtsfälschung.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 09:18 #9797

An "Ingwer",

Richtig, der Begriff "Türken" ist historisch überhaupt nicht hilfreich. Man sollte das Osmanische Reich und seine Sprachen und Ethnien studieren.

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 09:22 #9798

@Tuisto,

Es ist scheißegal, wer damals in der fraglichen Region gelebt hat, die Frage ist,
ob die SOFI über sie hinweg zog

Ganz egal ist es nicht, denn der Rahmen ist die CK.

Die Fragestellung, ob die SOFI (Sophie) über sie hinwegzog, ist eine andere.

Zumindest ist die erwähnte Sonnenfinsternis in Kleinasien, "am 28. Mai 585 AC" eine Erfindung!

Dies ist an der Datierung klar festzumachen!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 09:57 #9799

Ja, die alte Sophie.

Die SOFI vom 28.5.585 BC würde ich nicht als Erfindung, sondern als Rückrechnung betrachten.

Sie hat auf jeden Fall stattgefunden, sofern sich weder Erde noch Mond seither neu im Orbit ausgerichtet haben, was aufgrund der überlieferten und nachgewiesenen Katastrophen allerdings wahrscheinlich ist.

Unabhängig davon kennen wir das wahre Delta T bzw. die korrekten Zeiten der Mondknoten nicht und damit auch nicht die genaue Region und Uhrzeit, die von der SOFI betroffen war.

An der taggenauen Rückrechnung ändert das trotzdem nichts.

Das heißt, eine SOFI fand am 28.5.585 BC statt.

Gleichwohl muss diese SOFI in keiner Weise mit den geschilderten Schlachtereignissen im Zusammenhang stehen. Vielleicht fand die Schlacht ja erst Jahrhunderte später statt, wenn sie nicht erfunden ist.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 10:19 #9801

Beiträge von "Tuisto" mit seiner Fäkalsprache ("scheissegal") sind hier in diesem Forum unerwünscht!

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Die Sonnenfinsternis von 585 AC 29 Mär 2015 10:34 #9802

Wie schön, dass dieser Hinweis vom Fäkalienmeister kommt, der hier im Übrigen keinerlei gesonderten Hausrechte genießt und folglich diesbezüglich zu schweigen hat.

Zudem: scheißegal bleibt scheißegal in Bezug auf die SOFI, so wie Wahrheit und Klarheit immer und ewig Wahrheit und Klarheit bleiben, egal wie viele Indianer genetisch, das heißt vögelnd durch die Türkei gezogen sind. (was gleichwohl ein interessantes anderes Thema sein mag)

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