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THEMA: Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur

Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 16 Nov 2013 15:52 #8928

Der bekannte Bevölkerungs- und Genozidforscher Gunnar Heinsohn war bisher als getreuer Mitstreiter von Illig bekannt.

Aber auch Heinsohn erkennt seit einiger Zeit, dass die 300 Jahre, welche der Zeitensprünge-Chef Illig aus der mittelalterlichen Chronologie streichen will, unmöglich zu halten sind.

Also schlägt er jetzt ein Mittelalter vor, das um 1000 AD beginnt. Seine Argumente sind die Stratigraphie und die frühromanischen Kirchen und Kapellen.

Der Fehler in Heinsohns neuem Ansatz ist schnell entdeckt: Der Forscher glaubt wie die meisten an fixe Daten in der Vorzeit. Er meint, stratigraphische Schichten seien mit einer feststehenden Chronologie zu verbinden.

Ich habe Heinsohn als Bevölkerungswissenschafter vorgehalten, dass die heutige Menschheit sich vor vielleicht 400 Jahren entwickelt hat.

Heinsohns verkürzte nachantike Chronologie ist immer noch phantastisch überdehnt.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 16 Nov 2013 16:22 #8930

dass die heutige Menschheit sich vor vielleicht 400 Jahren entwickelt hat

die menscheit, europa
oder dachten sie dabei an die schweiz ?

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 16 Nov 2013 19:07 #8932

Die Geschichts- und Chronologiekritik soll damit beginnen, einen Zeithorizont zu setzen, jenseits desssen alle begründeten Annahmen und Mutmassungen aufhören.

Ich kann der heutigen alten oder neuen Kultur maximal 400 Jahre vor heute geben. - Wer weiter hinab etwas behaupten will, tut das auf eigenes Risiko und Gefahr.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 18 Nov 2013 14:43 #8940

Herr Prof. Dres. Gunnar Heinsohn hat uns freundlicherweise sein Werk zur Verfügung gestellt, weil "audi et altera pars. ... Jeder kann ja selber anschauen, um was es geht" (G.H.).

Retarded Scandinavians and Slavs? Creation of the First Millennium CE

Die grundlegende Fakten sind sehr interessant, und die Hauptschlussvolgerung ist wichtig, da sie zu der Zerstörung der traditionellen Geschichte einen Beitrag leistet.

(Wie wir auf diesem Forum mit der Verkürzung der Chronologie umgehen - ist eine andere Sache.)

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Letzte Änderung: von admin-alt.

Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 19 Nov 2013 10:58 #8943

Es ist gut, dass der Administrator das Arbeitspapier von Heinsohn ins Netz gestellt hat.

Doch je länger ich überlege, desto mehr erkenne ich, dass Heinsohns Ansatz ebenso absurd ist wie derjenige von Illig: Man glaubt an einen feststehenden chronologisch geordneten Zeitblock, aus dem man nach Belieben Jahrhunderte oder sogar ein Jahrtausend ausschneiden kann.

Dabei hat G. Heinsohn einmal eine damals sehr gute Broschüre geschrieben: Wie alt ist das Menschengeschlecht?

Und heute soll die nachantike Kultur immer noch tausend Jahre alt sein? Und wie alt ist denn die antike Kultur und die Vorzeit?

Heinsohn ist ein sturer Theoretiker. Seine angebliche Chronologiekritik ist gar keine.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 11:54 #8946

Heinsohn hat schon 1988 ein Buch Die Sumerer gab es nicht veröffentlicht.

Er sollte eine Fortsetzung schreiben: Die alten Griechen und Römer gab es nicht.

Auch das würde nicht reichen. Heinsohn müsste ein Buch schreiben Das Mittelalter begann vor 300 Jahren.
Folgende Benutzer bedankten sich: GREK-AV

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 12:14 #8948

Das Mittelalter begann vor 300 Jahren.

mittelalter - die feudalen kräfte des verlogenen zentralchristentums
putschten vor 500 - 600 jahren - dafür sprechen neben kunst und überlieferung

unter anderem auch die folgenden flächendeckenden bauernerhebungen
den trägern der vorfeudalen epochen

die noch in unseren tagen
reduziert werden

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 12:56 #8950

Das ist aber sehr interessant. Ein flächendeckender Welt Bauern-Putsch vor 500-600 Jahren, wo durch die Feudal-Epoche auch noch die Bauern-Epoche abgelöst hat. Na ja... irgend wo müssen ja die Bauern geblieben sein, wobei wir nun wissen... dass der Adel auch nur aus Bauern besteht. ;o )

PS: Deine Bauernschläue ist bemerkenswert

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Letzte Änderung: von hyfrie.

Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 13:19 #8951

-

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Letzte Änderung: von berlinersalon.

Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 13:49 #8952

Du bist aber ein ganz Humorvoller !!! Dachte mir schon, dass du das Wort "Kunst" nicht um sonnst in diesem Kommentar verwendet hast. So schreibst du etwas über Überlieferungen (da lese ich nun nach)... und merke jetzt... dass du eher überforder bist, wenn man deinen Kommentar ein wenig überspitzt wieder gibt. Warum du mich aber auf einen Kater (Kot) aufmerksam machen möchtest... entzieht sich meinem Verständnis ???

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 13:58 #8953

"Berlinersalon" + "Hyfrie":

Eure Bemerkungen haben nichts mit dem von mir angeschnittenen Thema zu tun!

Fügt eure Ergüsse in die Rubrik "Freiplatz" ein!

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 14:22 #8954

all

Heinsohn hat schon 1988 ein Buch Die Sumerer gab es nicht veröffentlicht.

Er sollte eine Fortsetzung schreiben: Die alten Griechen und Römer gab es nicht.

Auch das würde nicht reichen. Heinsohn müsste ein Buch schreiben Das Mittelalter begann vor 300 Jahren.


bs

mittelalter - die feudalen kräfte des verlogenen zentralchristentums
putschten vor 500 - 600 jahren - dafür sprechen neben kunst und überlieferung

unter anderem auch die folgenden flächendeckenden bauernerhebungen
den trägern der vorfeudalen epochen

die noch in unseren tagen
reduziert werden

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 18:03 #8955

Allrych schrieb: ...Das Mittelalter begann vor 300 Jahren.


Es wäre nicht schlecht, wenn Sie für neue Besucher des Forums zu Ihrer Meinung ein Paar Argumente (oder Links auf diese Argumente) geben könnten.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 18:17 #8956

Zitat aus einem Brief von G. Heinsohn:

"... Dass die Datierungen nicht stimmen, einigt uns. Aber die Gleichsetzung von Antikeuntergang und kleiner Eiszeit nach 1300 geht stratigraphisch nicht auf. Ich hänge dafür ein Blatt mit Basel als Musterstratigraphie an. Auf den Mauern der Antike (wie von Ihnen "spätantik" gesehen [Heinsohn: antik bzw. 230er zerschmettert]) folgen Stufe um Stufe drei Münster. Sie werden zwischen 805 und 1220 datiert. Ich teile die Datierungen für die beiden frühesten Münster nicht, aber die drei Münster auf den Castrums-Mauern bekommt niemand weg. Sie schließen eine Gleichsetzung von Antike und der Zeit von 1300, die zusätzlich doch die drei Münster hat, schlichtweg aus."


(Excerpt from: HOW MANY YEARS WERE THERE IN THE FIRST MILLENNIUM CE? [WIE VIELE JAHRE HAT DAS ERSTE JAHRTAUSEND?)
Chronologie des Baseler Münster-Hügels bis zum romanischen bzw. dritten Münster
http://de.wikipedia.org/wiki/Basler_M%C3%BCnster#Baugeschichte;
http://de.wikipedia.org/wiki/Basel#Geschichte
1356      Einsturz der fünf Türme durch Erdbeben (durch Akten belegte Reparaturen dauern bis 1500)
1180-1220 Neubau des romanischen bzw. dritten Münsters
999-1025  Bischof Adalberto II. erbaut spätottonisch-frühromanisches bzw. zweites Münster (1019 geweiht).
823-999   Keine Kenntnisse
805-823   Bischof Haito erbaut „karolingisches“ erstes Münster nebst Außen-Krypta auf Römermauern
400-800   Keine Neubauten, aber Umbauten am gegen „370“ reaktivierten Castrum
Um 625    Bischof Ragnacharius
Um 500    Eroberung durch Franken
Um 400    Römerabzug und Ansiedlung von Alemannen
364-375   Unter Valentinian Castrum wieder aktiviert (bei ihm 374 erste urkundliche Erwähnung)
74 bis 364 Castrums-Funktion rund 290 Jahre außer Kraft
74        Entnutzung des Tiberius-Castrums unter Vespasian/Titus nach 57 Jahren Nutzung
+17       Bau eines Castrums zur Zeit des Tiberius
-40/-20   Schaffung eines römischen Kastell-Bezirks unter Augustus
Ab -50    Kelten-Wehrdorf (mit Murus gallicus)
Ab -1000  Höhensiedlung

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 20 Nov 2013 18:44 #8957

Kurz gesagt geht es bei der Geschichts- und Chronologiekritik darum:

Wie viele Jahrhunderte vor heute können wir noch etwas aussagen, können wir Bauwerke mit einer plausiblen Schätzung verbinden.

Die frühromanischen Kapellen, die Heinsohn zitiert, sind vielleicht 300 Jahre vor heute erbaut worden. - Dieser aber behauptet, diese seien 1000 Jahre alt. - Kompletter Schwachsinn!

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 21 Nov 2013 09:55 #8958

@Allrych

Die frühromanischen Kapellen, die Heinsohn zitiert, sind vielleicht 300 Jahre vor heute erbaut worden.

Durch ständige Wiederholung wird aus einer Behauptung kein Argument, geschweige denn Beweis.
Selbst wenn man sich auf diese Behauptung einlässt, stellt sich die Frage, was denn dann vor 400, 500 oder 1000 Jahren war und wie es zu dem denkwürdigen Zivilisationsstart vor 300 Jahren gekommen sein kann.

@

aber die drei Münster auf den Castrums-Mauern bekommt niemand weg. Sie schließen eine Gleichsetzung von Antike und der Zeit von 1300, die zusätzlich doch die drei Münster hat, schlichtweg aus

Wer immer die 1300 ins Gespräch gebracht hat. Darum geht es zuvörderst doch nicht. Allein die Streichung von egal wie vielen Jahren, genügt nicht um die Geschichte zu rekonstruieren. Die Ereignisse waren nicht nur zu anderen Zeiten, als die gängige Geschichtsschreibung annimmt. Die Ereignisse selbst waren Grundverschieden zu dem derzeit gedachten.
Stratigraphische Feststellungen lohnt es sich auf alle Fälle ein mal nackt zu beschauen, d.h. ohne die in der Regel mit gelieferten Interpretationen. Hilfreicher ist es noch, wenn dies ein Kenner wie Heinsohn macht.
Mir wäre noch wichtig nicht nur die Abfolge der Funde zu betrachten, sondern den Dreck dazwischen.
Es ist wichtig zu fragen warum wir überhaupt graben müssen. Nicht nur generell, jede einzelne Zwischenschicht ist erklärungsbedürftig und birgt vielleicht ein größeres Geheimnis als die "Fundschicht" selbst.

__________
Warum ist der Artikel von Heinsohn eigentlich in englisch.
Weilt er nicht mehr in deutschen Landen??
Versteht ihn hier keiner?

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 22 Nov 2013 19:26 #8959

An "ron",

Das Papier von Heinsohn ist auf Englisch, weil der polnische Erforscher von Truso nur diese internationale Sprache versteht. - Aber jeder sollte ein paar Fremdsprachen verstehen, um mit der Wissenschaft mithalten zu können.

Der Pferdefuss in Heinsohns Argumentation ist sein zu grosses Vertrauen in die Stratigraphie. - Schichten zu untersuchen und zu vergleichen ist interessant. - Aber wie bei Bodenfunden sind Straten nicht mit Zeitangaben verbunden.

Eine Schicht kann für tausende von Jahren stehen oder auch nur für ein paar Wochen. Es kommt auf die Dauer des Ereignisses an. Die konventionelle Wissenschaft operiert mit fixen Zeitstellungen, die objektiv irrelevant sind.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 23 Nov 2013 10:01 #8960

sollte ein paar Fremdsprachen verstehen

richtig - tu ich aber nicht!
Englisch war weder Schulfach noch Lingua Franka in meiner Gegend, als ich in einem Alter war Sprache zu lernen. Dafür ist plattdeutsch an mir haften geblieben - quasi die Ursprache der Angel-Sachsen :-)

Eine Schicht kann für tausende von Jahren stehen oder auch nur für ein paar Wochen.

Das ist ja wohl bei allen, die sich mit Chronologiekritik abgeben, unstrittig. Auch Heinsohn sagt - soweit ich verstehen konnte - genau das in seiner Untersuchung. Verschiedene Schichten können gar in Stunden entstehen. Beinhaltet eine jedoch Spuren anhaltender Tätigkeit von Menschen, wie eben einen Kirchenbau, muss man dieser Schicht auch eine gewisse Dauer zugestehen. Sie kann nicht wegerklärt werden. Der Ansatz ist insofern richtig.
Mir stößt lediglich auf, aber vielleicht reicht ja nur mein englisch nicht, dass seine Interpretation das Illig´sche Denkmuster nicht verlässt. Es geht immer noch nach dem Motto: Wir schneiden ein paar Jahre heraus und dann ist alles in Ordnung.

Hilfreich ist es allemal. Es genügt ein paar tragende Pfeiler des geschichtlichen Gebäudes zu zerstören, um es gänzlich zum Einsturz zu bringen.


@allrych
Den Beweis für Ihre These bleiben Sie erwartungsgemäß wieder schuldig.
Ich habe auch nicht die geringste Idee, wie der geführt werden könnte.
Und ich bin selbst mit den verrücktesten Ideen zu diesem Thema vertraut.
Sie müssen doch eine Kausalität im Kopf haben, die Ihre Auffassung denklogisch erscheinen lässt.
(Ist hier vor 400 Jahren ein Raumschiff gelandet; leben wir in einer Matrix??)

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 23 Nov 2013 11:16 #8961

all

objektiv irrelevant

der wissenschaftsstudierte hatte nicht nur das glück
auf steuerzahlerkosten ein zwei drei sprachen zu erlernen

sondern er mußte auch auf dem weg SEINER erkenntnis
eine beträchtliche anzahl von sprachregelungen verinnerlichen

im kontext dieser mitunter institutionellen gehirnwäsche
gelingt es einigen wenigen früher oder später auf einem begrenzten fachsegment auszubrechen
& wähnen sich jetzt stolz auf gebieten geistiger unabhängigkeit

vergleichbar einem hündchen das sein plüschtier zerledert
und meint den atem der freiheit zu verspüren

außerdem
ist das sich SCHMÜCKEN mit fremdsprachen
ob griechisch latain französisch oder englisch/amerikanisch
auch ein hinweis für vermeintliche wichtigkeit

ach - natürlich ist alles abweichende
nach gut wissenschaftlicher manier sowieso kompletter schwachsinn
schließlich hat man ja so/etwas gelernt

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 23 Nov 2013 11:32 #8962

Berlinersalon,

Dein Ort ist der Freiplatz.

Hier sind deine Ergüsse nicht erwünscht!

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 23 Nov 2013 11:56 #8963

Freiplatz.

& du gestaltest derweil das hauptforum in betreutes wohnen um

wo jeder ein spitziges bauklötzchen an den kopf bekommt
der deinen in die jahre gekommenen argumentativen blackout (englisch) stört
wie lange willst du die dezimierte seniorentruppe noch veralbern ?

daß die zuverlässigkeit der geschichtsschreiber
generell keinen pfifferling wert - das pfeifen sämtliche vögel von allen verfügbaren dächern

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 23 Nov 2013 12:06 #8964

Berlinersalon,

Verstehst du Deutsch?

Du kannst deine Ergüsse im Freiplatz oder unter Poppau reintun, aber nicht hier!

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 28 Nov 2013 11:53 #8967

Eben habe ich Heinsohns älteres Werk "Die Sumerer gab es nicht" von 1988 wieder vor mir.

Ausser dem Titel ist das Buch unverständlich: Auf 200 Seiten wird ein gewaltiger, ein übertriebener Forschungsaufwand ausgebreitet. Und das Literaturverzeichnis umfasst stolze 15 Seiten.

Die Arbeit zeigt, dass man in der Vorgeschichte nicht mit den konventionellen wissenschaftlichen Mitteln weiterkommt.

Solche Dinge müssten im Rahmen von Artikeln, mit wenigen, aber illustrativen Belegen bearbeitet werden.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 04 Dez 2013 11:18 #8973

Heinsohn ist gut als Bevölkerungswissenschafter. Seine demographischen Analysen sind Klasse.

Aber sobald sich Heinsohn in der obskuren Geschichte vor 1800 verliert, werden seine Aussagen irrelevant.

Beispielsweise glaubt Heinsohn an das Märchen von den Hexenverfolgungen:
"Die Vernichtung der weisen Frauen".

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 04 Dez 2013 12:11 #8974

Vernichtung

dem zentralwissenschaftlich geprüft und gebildeten kadern
scheint eine nicht zu unterschätzende zustandsbeschreibung zu drohen

& zwar - mehr oder weniger partielle verödungen/verblödungen

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Letzte Änderung: von berlinersalon.

Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 08 Dez 2013 13:45 #8982

Der Beitrag von "berlinersalon" trifft das Problem im Zentrum:

Heinsohn war Universitäts-Professor. Also solcher konnte er sich nie richtig vom konventionellen Geschichtsbild lössen.

Also hält er nach wie vor zu einer überlangen Vorgeschichte, zu irrelevanten Daten und zur Stratigraphie als chronologische Quelle.

Letztlich ist Heinsohn immer noch Illig und seinen Zeitensprünglern verhaftet.

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 14 Dez 2013 08:24 #8983

Ich meinte, wir sollten sowieso einmal bei unserem eigenen Weltbild ansetzen:
"Mittelalter"- Welche Mitte von welchem Alter? Zeit - Früh oder spät? Was und
wo soll die Frühzeit sein?
Sind Zeitalter als diejenigen Zeitabschnitte zu verstehen, wo die Schriftlichkeit
der Menschen begonnen hat und philosophisch betrachtet erst eigentlich die
"Schriftlichkeit" einen Blick in die Vergangenheit ermöglicht?
Sind die Zeitalter wo wir von Früh, Mittel- und Neuzeit sprechen die Zeitalter, wo wir
meinen "erwacht" oder uns "bewusst" zu sein? Waren unsere Vorfahren deshalb
in einer Trance oder einem Tiefschlaf, als diese lebten?
Was macht ein "Mittelalter" für einen Sinn, wenn wir weder Start noch Endpunkt auf einem
Zeitstrahl kennen?

Ein "Mittelalter" macht für mich bei einer ständig fliessenden Gegenwart als Begriff schon gar
keinen Sinn mehr. Wenn Heinsohn an seinem "eigenen Weltbild" bastelt, soll er dies tun. Er soll
sich aber nicht selber belügen, wenn er Sicherheiten der Wissenschaft vorgaukelt, welche nicht da sind.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die "Geschichtskritik" mir keinen Halt gegeben hat, sondern
eher noch dazu beiträgt, noch mehr zu verwerfen und alles zu hinterfragen und schon zu unruhigen
Nächten geführt hat.

Unsere Vorfahren dachten vermutlich zyklisch: Die Welt beginnt mit einer Katastrophe und endet dann wieder.
Man kann einen Zeitkalender auch als Band zusammenrollen und Anfang und Ende verbinden:
Dann ist jeder "Zeitabschnitt" in der "Mitte", je nachdem wo man den Start oder Endpunkt einer Betrachtung
definiert.

Ich halte als Beispiel einmal das Buch über die 4 zyklischen Zeiten hoch, welche mit viel grösseren Zeiträumen
hantieren, als wir es uns gewohnt sind:
books.google.ch/books/about/Im_Maulbeerh...qcA6EEMC&redir_esc=y

Die Lehre von den vier Weltzeitaltern zieht sich weltweit wie ein roter Faden durch traditionelle Vorstellungen von Geschichte. Dieses Buch ist der erste Entwurf, die unterschiedlichen Modelle gewaltiger zyklischer Zeitabschnitte vorzustellen, zu dokumentieren und zu vergleichen. Der Bogen spannt sich von Indien und China über Europa bis zu den alten Kulturen Amerikas. Die Kenntnis dieser alternativen Konzepte von Zeit sind Bereicherung und Herausforderung - nicht nur für die Geschichtsschreibung, sondern auch für unser Verständnis von Wissenschaft. Sie eröffnen völlig neue Dimensionen und geben Ausblicke auf eine bizarr andere Vergangenheit.



Auch Professor Feyerabend (*13.1.1924 in Wien; † 11.2.1994 in Genolier im schweizerischen Waadtland) würde der heutigen Wissenschaft sicher noch weiter einheizen, da er mit seiner Art auffällt, Die Dinge radikal sarkastisch anzugehen, ohne
Rücksicht darauf, ob Weltbilder und der eigene Halt dabei zerbröckeln:

"Bekannt wurde Feyerabend durch seinen wissenschaftstheoretischen Anarchismus. Nach Feyerabend lassen sich keine universellen und ahistorischen wissenschaftlichen Methoden formulieren, produktive Wissenschaft müsse vielmehr Methoden nach Belieben verändern, einführen und aufgeben dürfen. Zudem gebe es keine allgemeinen Maßstäbe, mit denen man verschiedene wissenschaftliche Methoden oder Traditionen bewerten könne. Das Fehlen allgemeiner Bewertungsmaßstäbe führt Feyerabend zu einem philosophischen Relativismus, nach dem keine Theorie allgemein wahr oder falsch ist."

Der Anarchist in der Wissenschaftstheorie:
In den 1960er Jahren hatte Feyerabend einige unkonventionelle Ideen publiziert, sich langsam vom kritischen Rationalismus gelöst und sich in Berkeley mit seinem unsteten Lehrstil einige Feinde gemacht. Insgesamt hatte er sich jedoch eine Reputation als ernstzunehmender und geachteter Wissenschaftstheoretiker erarbeitet. Die folgenden Jahre sollten diese Situation verändern. 1970 veröffentlichte Feyerabend einen Aufsatz mit dem Titel Against Method, in dem er die bekannten wissenschaftstheoretischen Methodologien angriff.[9] Seine Position entwickelte sich von einem liberalen und realistischen Methodenpluralismus zu einem relativistischen Angriff auf die Methodologie im Allgemeinen.

de.wikipedia.org/wiki/Paul_Feyerabend

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Heinsohn und seine 1000 Jahre nachantike Kultur 14 Dez 2013 12:53 #8985

Unser Geschichtsbild ist viel stärker von der Theologie geprägt als wir meinen.

Der Chronist Cellarius war es bekanntlich, der die klassische chronologische Dreiteilung der (erfundenen) Geschichte geschaffen hat:

Altertum - Mittelalter - Neuzeit

Sogar die Archäologen haben diese trinitarische Dreiteilung der Menschheitsgeschichte übernommen:

Steinzeit - Bronzezeit - Eisenzeit

Den Begriff "Mittelalter" kann man stehen lassen. Aber chronologisch sehe ich diese Epoche etwa zwischen 1720 und 1760, also vielleicht zwei Generationen lang.

Dabei ist zu ergänzen, dass die heutige Jahrzählung erst etwa 1740 aufgekommen ist. - Man müsste also sagen, dass das Mittelalter ca. 300 Jahren vor heute begonnen hat.

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