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THEMA: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel.

Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 25 Feb 2010 20:31 #2312

Sag ich schon lange. Man schmeiße den Steinklumpen endlich raus oder meinetwegen auch in den Teich von Poppau. Von da kann er dann weitermessen, bis zum St. Nimmerleinstag!

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Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 26 Feb 2010 07:46 #2313

idioten bis zum St. Nimmerleinstag

um was geht es hier eigentlich

hier versuchen
zwei herren aus nachvollziehbaren gründen
eine person zu beschimpfen die nichts weiter tut
als nachprüfbare ergebnisse zur diskussion zu stellen

nun muß man diese ergebnisse nicht mögen
aber zumindest könnten diese überprüft werden

statt
dessen allerdings auch hier
schon mehrfach erprobtes irrationales verhalten

diese methode ist jedoch hinlänglich bekannt
es soll bis zur erschöpfung
durch die verunglimpfung einer person
von forschungsergebnissen abgelenkt werden

der leicht durchschaubare grund
diese ergebnisse wollen nicht zu den eigenen hypothetischen
und liebgewonnen überlegungen passen

denn was ist die situation
ein nahezu manisch beschworenes nebulöses dunkel in der forschungslandschaft
resultiert zum gutteil daraus
daß mögliche untersuchungen auf vorlieben und festlegungen reduziert wurden

jahrelange vorsichtige kritik an diesem vorgehen
wurde besserwisserisch ignoriert
wenn nicht gar bis zum verstummen beschimpft

ein anderer sieht mit anwachsendem mißfallen
aus liebgewordenen erdachten katastrofenlandschaften
alte vermessungssysteme aus einer völlig intakten
gestalteten landschaftsstruktur samt landmarken auftauchen

die selbst durch elitäres gerede und esoterische kunstgriffe
nicht ohne weiteres lächerlich zu machen sind

meine herren kommen sie endlich zur vernunft
und stellen sie sich den hinweisen
und abweichenden ergebnissen

ansonsten
reduzieren sie sich völlig grundlos
selbst mögliche vorteile sind nicht erkennbar

die idioten aus poppau haben wenig mit mir
aber einiges mit ihnen zu tun

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Letzte Änderung: von berlinersalon.

Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 27 Feb 2010 00:39 #2322

@Allrych,

Wie auch immer: Die Lebensdaten Scaligers erinnern mich sofort! an die Sybille.
Also konstruiert!

@Tuisto:

Zumindest bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde Geschichte stets unter Aufsicht der herrschenden Nomenklatura geschrieben.


Und genau dort stimmen wir überein!

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Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 27 Feb 2010 13:38 #2323

Scaligers Biographie ist fingiert wie die aller Schriftsteller, Gelehrten und Künstler vor der sicheren Geschichtszeit.

Als Lebensdaten von Joseph Justus Scaliger werden 1540 - 1609 angegeben. Das sind 3 x 23 Jahre. 23 ist bekanntlich die Differenz zwischen den Olympioniken (776 AC) und der Gründung Roms (753 AC).

Und J.J. Scaligers Lebensdaten wurden so gelegt, dass die Gregorianische Kalenderreform "1582 AD" in seinen besten Mannesjahren zu liegen kam. Scaliger war bekanntlich ein Gegner dieser fiktiven Reform.

Und weshalb war er dagegen? Weil sein Vater, JULIUS CAESAR Scaliger einen eigenen Kalender geschaffen oder reformiert hatte, den bekannte JULIANISCHEN Kalender.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 27 Feb 2010 15:37 #2324

Es wäre merkwürdig, wenn Scaligers Lebensdaten
nicht getürkt wären.

Aber es geht um solche Thesen wie diese:

"Die erhaltene Schriftlichkeit, ob gedruckt oder handschriftlich,
unterschreitet kaum einen Zeithorizont von ca. 270 - 280 Jahren."

Wer so was sagt müsste m.E. gleichzeitig irgendwas als Beweis
bringen. Z.B belegen, dass der Schweizer Karl Weber
1750 nicht die Villa dei papiri in Herculaneum
ausgegraben hätte und dass alle die dort gefundenen
verkohlten Werke des Epikur und des Philodemos nur
"Verkohlungen" der Volksfreunde sind.

Und bitte auch Winkelmann und Konsorten in die Tonne.
Und bitte aufzeigen, wann der Ort Resina entstanden ist
- nach der Verschüttung von Herculaneum
(irgendwann im 18. Jahrhundert) und 1750 oder wann?

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Beweis: Alle Kalender wurden gleichzeitig entworfen. Scaliger steht nur für "Schule" 27 Feb 2010 15:49 #2325

Es war ein abgekartetes Spiel.

Folgende Kalender wurden über jeden Zweifel erhaben gleichzeitig erschaffen und dann auf verschiedene Personen und Religionsgruppen verteilt:

Julianischer Kalender:
auf Basis des ägyptischen Kanopus Dekrets für einen fiktiven Julius Cäsar, der zugleich der Vater des fiktiven Scaliger (= Schule oder Leiter) sein kann. Sonnenkalender.

Dieser JK wurde eindeutig von Juden auf Basis des Tetragrammatons entworfen.
Sosigenes heißt wörtlich Sechs-Geschaffen oder "Bara-Shit".

Die Einteilung erfolgte nach dem JHVH-Muster oder 10 Monate = 5 + (+ = und = 60) 5 Monate oder 153 Tage + 60 Tage + 153 Tage für das neu eingeführte göttliche Schaltjahr. 153 ist die Anzahl der Fische in der Apokalypse. Es ging um den Übergang vom Widder zu den 2 Fischen, daher 2 x 153 Tageseinteilung für die 2 Fische und die 2 x 5 Monate von März bis Juli und August bis Dezember (= 10) + Januar = 11 = 1.1. und Februar = 12 = 1.2.

Januar und Februar bekamen 59 Tage = 2 Mondmonate oder im Schaltjahr 60 Tage = 2 Sonnenmonate, wie bei den Ägyptern. Bekanntlich hatte der alte, fiktive römische Kalender nur 10 Monate zu 304 Tagen und 61 Nulltage (61 = AIN = 0). Das ist eindeutig das kabbalistische Konzept der Safed Juden aus dem 16. Jahrhundert. Außerdem hinkt der Mond in 304 julianischen Jahren genau 1 Tag hinterher. Er hat bis dato 3760 Umläufe vollbracht.
3760 Monate sind ein Analogon zu den 3760 jüdischen Jahren bis zum Jahr 0 AD.

Gregorianischer Kalender:
für Jesus Christus erschaffen,
Sonnenkalender mit verbesserter Sonnen- und Mondkorrektur gegenüber JK,
bewußt installierte Zweitagesdifferenz von -100 bis + 100 und Nulldifferenz zwischen JK und GK vom 1.3.200 bis zum 28.2.300 um den neuen Kalender gleichzeitig bei ADAM = 45/54 und EVA = 74 als 2 x 37 und 47 beginnen lassen zu können.

Jüdischer Kalender:
als Anno-Mundi Antagonist für den julianischen Kalender auf Luni-Solar Basis.
JK-Beginn: 7.4.
Jüdischer Kalenderbeginn: 7.10. Genau um ein halbes Jahr versetzt.

Islamischer Kalender:
wurde installiert als reiner Mondkalender.

622 ist AISh + AISh oder 311 + 311 oder Männlein und Weiblein. (Aisha ist die Kindfrau von Mohammed)

-4713 Anno Mundi des Scaliger war -5500 des islamischen Kalenders, welcher damit wiederum Bezug nimmt auf - 5500 Anno Mundi im JK des Julius Africanus.

Der 4.4.-5713 war der 11.11.5500 vor der islamischen Zeitrechnung und zugleich der 15. Nisan 954 vor der jüdischen Zeitrechnung! Am 5. April war dann Vollmond! Perfekt!

9-54 verweist auf den 5.4.0 als gregorianisches Startdatum sämtlicher Kalender-Berechnungen und 954 : 2 = 477 ist der Hinweis auf das julianische Startdatum 7.4.0.

Man bedenke, dass "Meshiach Ben David", der erwartete jüdische Messias aus dem Hause David, den Zahlwert 424 = 8 x 53 hat. 477 = 9 x 53 und 954 = 18 x 53 oder Adam (=18) x Messias (=53)

Hinweis: Die 22 hebräischen Schöpfungsbuchstaben : 7 Zyklen ergeben Pi.
Die Hälfte davon ist 11 : 3,5 oder 110 : 35.
35 ist somit ein Teil von Pi (Kreis) und gespiegelt 53 Messias, das zu 358 (= 35. 3+5)erweitert den Messias als Schlangenkreis (Ouroboros) darstellt.

Wenn man 8 x 53 im Kreis anordnet und davon 4 x 53 zu 8 aufaddiert, erhält man:
538-538-538-538. Dies ist wiederum nur eine Permutation von "Meschiach = Schlange (für den Kreis) = 358", da auch diese Zahlen kreisförmig geschrieben werden können.

Man sollte sich endlich des vollkommen jüdischen Einflusses bei der Gestaltung unserer Kalender nach dem JHVH-Modell und bei der kabbalistischen Ausarbeitung unserer Chronologie bewußt werden. Wer das nicht erkennt, läuft fehl!

Auch sollte man die älteren Kalender auf ihre Einteilung im Hinblick auf das Widder- und Stierzeitalter prüfen. Beim Stierzeitalter spielt die Venus die Hauptrolle, beim Widderzeitalter der Mars.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stellt der Mithraskult (Mithras = Mars) die Tötung des Venusstieres dar, somit den Übergang vom Stier- zum Widderzeitalter.
Da angeblich präzessionsbedingt jedes Zeitlalter ca. 2160 Jahre dauert, hätte niemals dieser Kult um 200 AD noch solchen Zulauf erfahren dürfen, erst recht nicht nach unserer Korrektur in Richtung 1600 AD.

Allein das ist schon Hinweis und Indiz genung, um eine rasante Fahrt vom Stierzeitalter durch ein sehr kurzes Widderzeitalter zu den Fischen zu postulieren. So etwas ist nur katastrophenbedingt durch Verlagerung der Erdachse im Raum zu erklären.

Ausnahme: der Mithraskult theatralisierte ausschließlich die Furchung (Tötung) der jungfräulichen Erde (Torre/Stier eigentlich Kuh) Ende März/Anfang April und deren Wiederbelebung durch Besamung.

Mars ist dann Georg, der Landmann/Bauer und Venus die sich für den Empfang des Samens öffnende (Aperire) Kuh. Seltsamerweise ist es aber der Stier der geopfert wird, denn an seinem Penis zieht der für die Sexualität zuständige Skorpion, der im Frühlingsanfang abends im Osten aufgeht, wenn das Sternbild Stier untergeht. Also haben wir es doch mit der Verschiebung der Sternbilder im Frühlingspunkt zu tun. Mit anderen Wort: Die Besamung der Kuh übernahm nun der Widder Ram, weil der Stier getötet war. Gleichwohl entströmte ihm alles Leben, den er war der Urstier, die ölig-zeugende Sonnenkraft.


PS: Ich wünsche zu diesem Thema übrigens keinen weiteren Kommentar mehr von Fischer. Falls doch, möge er von den Admin in einen anderen Thread verschoben werden.


PS: Ich pflicht Prusak grundsätzlich bei. Bis zum Beweis des Gegenteiles ist es besser, wenn man ab 1500 bei der gängigen und überall belegten Chronologie bleibt. Der Fälschungsbeweis hierfür steht definitiv aus. Das heißt nicht, dass man nicht Scaliger z.B. in die bereits vorhandene Chronologie rückdatiert einführen konnte. Einige wenige hätten das auch im 17. Jahrhundert, von der Obrigkeit genehmigt, praktisch unbemerkt bewerkstelligen können. Gegner waren nicht in der Lage, das Gegenteil zu belegen, wenn sie etwas vermuteten.

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Letzte Änderung: von Tuisto. Begründung: Ergänzungen und Berichtigungen

Aw: Beweis: Alle Kalender wurden gleichzeitig entworfen. Scaliger steht nur für "Schule" 27 Feb 2010 17:01 #2326

"Prusak" mäkelt an meiner Erkenntnis herum, dass die nachrömische Zeit, das Mittelalter und die Neuzeit erst vor weniger als 300 Jahren begonnen haben.

Und vor allem stösst ihm auf, dass die schriftlichen Aufzeichnungen in keinem Fall die Zeit von vielleicht 1730 - 1740 unterschreiten.

Nun, die Indizien sind Legion, ich zähle sie in meinen Artikeln und Büchern auf.

Wer Jahrzahlen, Epochen und Inhalte vor dieser Zeitschwelle als historisch annimmt ("1500", "Dreissigjähriger Krieg", "Protestantische Kalenderreform 1700"), reiht sich in die Gemeinde der Geschichtsgläubigen ein.

Aber verstehen wir uns nicht als GC-Kritiker? - Oder sind einige bereits wieder reumütig und bitten den Papst in Rom um Absolution?

www.dillum.ch/html/geschichtskritik_chronologiekritik_09.htm

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Aw: Beweis: Alle Kalender wurden gleichzeitig entworfen. Scaliger steht nur für "Schule" 28 Feb 2010 12:59 #2328

Es ist ein abgekartetes Spiel:

bei 17+4 hat der verloren, der eine Karte zuviel zieht.

Ob man daraus ableiten kann, dass "1714" der Beginn
der "Schriftlichkeit" ist?
Ist 17-14 schon "Eva" oder 8-5=3 ?

Keine Ahnung.

Ich bin weder geschichtsgläubig noch katholisch,
sondern eigentlich bloß ein fragender Leser.

Erkenntnis ist immer nur das eine:
das andere ist, was wäre jetzt ein Beweis?

DAs mit den Kalendern leuchtet mir ohne Weiteres ein.

Aber warum tötet Mithras den Stier?
Auf jeden Fall wider Willen:
wie Herodes den Täufer.
Ob es wirklich der Venusstier ist?
Wo kommt da die Wahrscheinlichkeit her?
Die Katastrophe ergibt sich doch erst aus der
Annahme jener Venus-Irrfahrt, also aus sich selbst.

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Mithras als Beweis für die Katastrophe und eine kurze Historie? 28 Feb 2010 14:16 #2329

Lieber Prusak,

man sollte sich auch nicht unwissender stellen als man ist. Sie sind nicht nur fragender Leser wie ich, sondern auch aktiver Teilnehmer.

Gerade von Ihnen kommt viel zum Thema Mithras, weshalb es sicher an der Zeit ist, dieses Thema aufzuarbeiten.

Lt. offizieller Geschichtsschreibung wird seit der Antike das Sternbild Stier als Haus der Venus bezeichnet, ebenso die Scheren des Skorpion (Chelas, Schüler, Waage)

Das Sternbild Widder ist das Haus des Mars.

Mithras ist nicht nur der Freund der Verträge, sondern etymologisch auch eindeutig MTR/MRT/MRS = Mars, Matador, Stiertöter. Ares = Earth. Torre = Terra. Stier = Widder!

Der Stier ist somit auch die männliche Erde Terra/Torre und Mithras der Torero.

Sind wir uns diesbezüglich einig? Was gäbe es ergänzend dazu zu sagen?

Die weibliche Erde ist die Kuh, sie ist zugleich die Venus.

Um Mithras herum ist der Tierkreis abgebildet, wie wir ihn noch heute kennen.

images.google.de/imgres?imgurl=http://ww...%26client%3Dfirefox-
a%26sa%3DN%26rls%3Dorg.mozilla:de:official%26channel%3Ds%26tbs%3Disch:1

Eindeutig weist die Gestalt des Mithras über Kreuz auf den Widder, neben dem der Gott Mars abgebildet ist und der Stier auf das Sternbild Stier, daneben finden wir die Göttin Venus.

Ebenso eindeutig sehen wir das Himmelsbild Rabe, Wasserschlange, Kleiner Hund, manchmal ist auch noch der Hahn abgebildet. Klarer Hinweis auf den FP zwischen Stier und Widder!
Rechts ist der Hahn:

wiki.anthroposophie.net/Datei:Mithrasrelief.jpg

Mithras wurde immer eindeutig mittig und nach oben und damit äquinoktial abgebildet. Er wurde rot gemalt wie der Mars und der Stier gelblich wie die Venus, die ja auch eine Löwin ist. Sein Pendant ist der zeugende Skorpion am Schlauch des Sonnen-Erde-Venus-Bullen. (AELhim)

Es steht außer Frage: Hier geht es um die Wanderung des Frühlingspunktes von einem Äon zum anderen, vom Stier zum Widder. In dessen Zeichen die Sonne steht, dem kommt die äonenlange Gestaltungskraft zu.

Weshalb wurde die Tötung des Stiers durch den Widder noch im 2. bis 6. Jh. (15. bis 16. Jh.) in Katakomben im Geheimen gelehrt, wo doch schon im Jahre 0 AD der FP am 21.3. im Zeichen Fische stand oder zumindest recht genau zwischen Widder und Fische? Wozu eigentlich im Geheimen, fragt man sich?

Wieso knickte Karl der Große erst gegen Ende des 8. Jahrhunderts die Irmisul, wo doch der Widder schon lange vorbei war? Wieso meiselte man das Bild von der geknickten Irminsul erst im 15. Jh. (offiziell) in die Externsteine?

Das legt doch wohl alles nahe, dass die Präzession mit einer enormen Geschwindigkeit vom Stier über den Widder zu Fischen lief. Deshalb haben wir ja auch so viele unterschiedliche Angaben über ihre Geschwindigkeit im 15. und 16. Jh. und deshalb wohl wurde es im 16. Jh. so dringend notwendig, überall Observatorien zu installieren, um die Beruhigung der Erde und die neue Jahreslänge festzustellen.

Da hier offensichtlich viele der Meinung sind, historische Katastrophen seien unmöglich, obwohl die gessamte Antike weltweit in Schutt und Asche liegt und die meisten auch glauben, es besser zu wissen als die Esoteriker des Ostens, die Gurdjeff vom Organ "Kundabuffer" überzeugten, das die auch von Velikovksy erkannte Amnesie auslöste, mögen Sie doch andere Belege bringen für eine gekürzte Historie, die bei 2000-jähriger Präzession durch die Tierkreiszeichen sicherlich sehr schwierig sein dürfte.

Da ist es wohl besser, man bleibt bei der gelehrten Chronologie!

images.google.de/imgres?imgurl=http://al...l%3Ds%26tbs%3Disch:1

Oder kennt jemand eine andere Interpretation bzw. Überlieferung? Ich nehme sie hier gerne zur Kenntnis!

Hier ist eine der besten Erklärungen zu dem, was damals relevant war!

images.google.de/imgres?imgurl=http://ww...l%3Ds%26tbs%3Disch:1

PS: An die Leugner der Sybille:

Die persische Naturgöttin Mitra, die als erste und höchste Mutter galt, war dem Mithras zur Seite gestellt. Sie ist vergleichbar der phönizischen Astarte, der griechischen Aphrodite oder der phrygischen Kybele

Wer trägt denn die Mitra, das Fischmaul oder die Kröte Sheila na Gig auf dem Haupt des Widders, dessen Füße von den 2 Fischen getragen werden?

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: Mithras als Beweis für die Katastrophe und eine kurze Historie? 28 Feb 2010 15:12 #2331

Am liebsten sitze ich zwischen allen Stühlen.
Also, gut, ich schicke mich in die Katastrophe.
Die Planetensphäre war mir immer etwas fremd,
wie der weiß, der irgendwelche Texte von mir gelesen
hat. Kann sein, dass ich da halbblind bin.

Mein Schwerin-Buch dreht sich die ganze Zeit nur um Mithras.

Merkwürdig ist daran, dass der Heilige Nikolaus
Mithras sein soll. In Apulien hängt man ihm heute noch
mehr an etwa als Christus.

In Bari - wo das Grab des Nikolaus ist -
befindet sich am Haupttor der Basilica San Nicola
eine Darstellung des Mithras als Sonnengott.
Dass es wirklich Mithras ist, beweist es
eine Gemme mit dem Stiertöter auf der einen Seite
und dem Heliodrom auf der anderen, wobei
letzterer identisch ist mit jener Darstellung
am Haupttor in Bari.

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280 Jahre Schriftlichkeit 28 Feb 2010 15:27 #2332

Im Jahre 2005 schrieb ein Mann namens
Christoph Pfister folgende Sätze:

"Aus dem Laufe des 17. Jahrhunderts können wir schließen,
daß damals ganz Europa und der Nahe Osten von einem
imperialistischen, gewalttätigen und autoritären Reich beherrscht wurde.
Wir nennen es das Römische oder Spätrömische Reich,
welches den christlichen Glauben als Staatsreligion erzwang.
Das Imperium ist an seinen inneren Widersprüchen ... zerbrochen."
(S. 337, Bern und die alten ZEitgenossen)

Das passt zu der Frage der Kalenderentstehung aus einem Guss,
welche ja wohl dieses "Reich" voraussetzt.
Der "Zerfall" kann sehr wohl jene Ereignisfolge sein,
welches wir als den Dreißigjährigen Krieg kennen.
Die Behauptung, jenes Römische Reich
wäre schriftlos gewesen, würde ich gern belegt sehen.

Im Jahr 2008 klang derselbe Satz übrigens so:
"Aus verschiedenen Indizien lässt sich schließen,
daß zu einer gewissen Zeit ganz Europa und der Nahe Osten von einem
imperialistischen, gewalttätigen und autoritären Reich beherrscht wurde.
Wir nennen es das Römische oder Spätrömische Reich,
welches den christlichen Glauben als Staatsreligion erzwang.
Das Imperium ist an seinen inneren Widersprüchen ... zerbrochen."

(S. 347, Bern und die alten Zeitgenossen)

Diese "Indizien zu einer gewissen Zeit" sind das,
was ich als "zuviel gezogene Karte" ansehe.

Was vorher konkret klang, wurde dadurch zu Nebel.

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 28 Feb 2010 17:26 #2335

@Prusak

Bevor man sich auf das sehr umstrittene Gebiet der Gleichsetzung christlicher Figuren mit mithräischen begibt, denke ich, wäre es doch sinnvoll untereinander abzugleichen, ob man das gleiche wahrnimmt.

Daher frage ich nochmals erneut und diesmal nur in Bezug auf Mithras und die heute noch gültigen antiken Sternbilder und Planetenbezeichnungen:

Beschreibt das gängige Mithras-Bild den Sternenbogen vom Raben/Jungfrau über Hydra/Löwe hin zum kleinen Hund und Hahn (Einhorn)? Oder sehen Sie etwas anderes?

Wurde der Jahreskreis bildlich in Frühlingspunkt zwischen Stier und Widder, Herbstpunkt zwischen Waage/Skorpion, SSW zwischen Krebs und Löwe und WSW zwischen Schütze und Steinbock geteilt?

Solcherart sollte die planetaren Zuordnungen sein, wie sie auch schon Rudolf Steiner aus meiner Sicht vollkommen korrekt vorgenommen hatte:

1. Grad = Rabe = Merkur. Der Rabe ist der Götterbote. Auf einer anderen Ebene wird der zum Todesboten des Saturn/Mond
2. Grad = Bräutigam, müsste eigentlich Braut heißen, da Venus und Sternbild Jungfrau.
3. Grad = Soldat, müsste eigentlich Bräutigam heißen, da Mars und Sternbild Löwe
4. Grad = Leo = Jupiter, Sternbild Krebs?
5. Grad = Perses oder Saturn, Sternbild Kleiner Hund?
6. Grad = Sonnenläufer oder Sonne, Hahn/Einhorn?
7. Grad = Pater = Mond, Sirius (Hathor/Isis), großer Hund oder etwa Orion, der große Jäger mit dem Hasen?

Diese Fragen wären doch sicherlich zuerst zu diskutieren, bevor man in der ganzen Weltgeschichte nach Nikolausen, Martinis oder anderen leckeren Sachen sucht.

Erstaunlich, dass sich Pfister noch nie zur Kalenderkonstruktion aus einem Guß geäußert hat.
Ob er es nicht versteht?

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 28 Feb 2010 19:09 #2339

"In Bari - wo das Grab des Nikolaus ist -
befindet sich am Haupttor der Basilica San Nicola
eine Darstellung des Mithras als Sonnengott.
Dass es wirklich Mithras ist, beweist es
eine Gemme mit dem Stiertöter auf der einen Seite
und dem Heliodrom auf der anderen, wobei
letzterer identisch ist mit jener Darstellung
am Haupttor in Bari."

Die Weihung der Kathedrale 1197 fällt in dem Metonzyklus 63 x 19 seit dem Jahre 0.

Kalendarisch fügt sich Nikolaus wunderbar in die einmonatige Äquinoktialverschiebung.
Jesus wurde am 6.1 geboren, Nikolaus feiern wir am 6.12.

Das ist genau die Differenz um die es geht.

Mithras ist gematrisch 360 und weist damit unmittelbar auf JHVH und seine 72 Namen hin.
Er ist genau zwischen dem Mondjahr von 355 Tagen und dem Sonnenjahr von 365 Tagen angesiedelt, denn er durchläuft auch das platonische Jahr von 360 x 72 oder 5 x 72 x72 Jahren

Bekanntlich ist 72 x 72 = 5184 und 51,84 Grad hat die Steigung der Cheops.
Das ist der Cotangens von 280 : 220 = 1,2727.

Der Tangens von 1,2732 ist übrigens 0,02222.

Er wurde auch als Meithras verschlüsselt, dann ist er das reine Sonnenjahr zu 365 Tagen.

Es ging aber um die WSW und den FP: 21.12/25.12./5.1./6.1. und 21.3./25.3./5.4./6.4.

Wobei hier noch genauestens der Mondlauf zu berücksichtigen war. Idealerweise war Neumond am 22.12. bzw. 22.3. Dann paßt fast alles! Selbst der Exodus!

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 28 Feb 2010 22:13 #2340

Die Diskussion entfernt sich immer mehr vom ursprünglichen Thema Scaliger.

Aber wer kennt schon die Schriften von Scaliger? Wenn man die alten Ausgaben konsultieren will, muss man sich in eine Universitätsbibliothek begeben.

Also bringe ich ein Zitat. Hier begründet Scaliger in seiner gewohnt umständlichen Art das Datum der Geburt Christi nach den verschiedenen Jahrzählungen und Ären.


Christus natus est anno Herodis tricesimo sexto, Actiaco vicesimo octavo, periodi Iulianae 4711, in fine, aut 4712, in principio, mundi 3948, Iudaeorum 3759, computi Graecorum Paschalis 5507, Lunaris eorundem 5492, censu Augusti primo, …

Joseph Justus Scaliger: De emendatione temporum, "1629+, p. 551

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 01 Mär 2010 17:33 #2342

Im Grunde sind die Angben von Scaliger relativ leicht nachzuvollziehen.

Entweder, die Daten stammen aus dem 16. Jahrhundert und es war noch nicht ganz klar, über welche Einer- oder Zweierdifferenz die Kalender miteinander verknüpft werden sollten oder er verarscht uns, worauf seine Angabe "periodi Iulianae 4711, in fine, aut 4712, in principio" viel eher verweist.

Es ist nämlich so, dass die heutige Verknüpfung unter den Kalendern absolut stimmig ist!

Ausgehend von den beiden Zeugungsdaten in den beiden Kalendern JK und GK, nämlich:
5.4.0 GK / 7.4.0 JK und
25.3.1 GK / 27.3.1 JK
kann man sofort bestimmen, worauf Scaliger hinaus wollte:

Er schreibt nämlich die Kalenderdaten sowohl astronomisch (mit AD 0) und historisch (0 = 1 BC, natürlich ohne uns davon in Kenntnis zu setzen.
Das muss er auch nicht, denn wir müssen lediglich durchgehend das Frühlingsvollmonddatum beachten!

Bezug ist das Jahr +1 AD, entweder der 25.3. GK oder der 27.3. JK, Vollmond

-5507 astronomisch, Vollmond am Sonntag, 24.3., Hier geht es um den Sonntag und um den 25.3. Hier finden wir gleich die Einserdifferenz wie in 4711 und 4712: Zeugungstag Sonntag = Vollmond, der andere Zeugungstag 25.3. ist Montag!

Das Datum ist vom GK abgeleitet. Der 25.3. ist Montag, das ist jüdischer Kalenderbeginn!

-4712 astronomisch, Vollmond am Montag, den 25.3. Scaligerdatum, Grundlage ist jüdisch.

Jetzt wechselt er von der astronomischen Zählweise mit 0 in die historische Zählung:

5492 BC = -5491, Dienstag, 27.3. Vollmond. Das Datum ist vom JK abgeleitet, Sonntag war am 25.3. Das heißt, in diesem Jahr ergänzt sich die Zweierdifferenz zu Sonntag = 25.3. und Vollmond = 27.3.

3948 BC = -3947, Sonntag, 27.3. Vollmond, Freitag war der 25.3. 27.3. ist das Datum der julianischen Zeugung.

Beim jüdischen Kalender baut er nun die Zweijahresdifferenz ein, die die Juden noch heute kennen. Es gibt nämlich einen offiziellen Kalender, mit 3760 = 0 AD und einen, der nur von einer bestimmten jüdischen Gruppe gepflegt wird mit 3758 = 0 AD. der Grund ist Arpachsad, von dem man nicht weiß, ober er zur Sintflut oder 2 Jahre später geboren wurde. Das ist der alttestamentarische Ursprung der Zweierdifferenz!

Also: 3759 von Scaliger entsprechen im Kalender des Hillel 3761 oder 0 zu + 1 AD

-3759 sind daher -3757 und hier war ganz jüdisch am Samstag, dem 27.3. Vollmond, Bezug ist auch hier der julianische Kalender des Jahres 1 AD.

Scaliger erweckt den Anschein, dem auch alle anderen verfallen sind, dass er die Geburt nicht auf + 1 AD, sondern auf 1 BC oder gar -1 = 2 BC gelegt wissen möchte.

Tatsächlich zeigt er aber nur, dass er, wenn er 1 BC wählt, auf den 5.4.0 GK / 7.4.0 JK Bezug nimmt, das oströmische Geburtsdatum von Jesus.

-4592: Freitag, 7.4. Vollmond (JK-Bezug)
-3948: Mittwoch, 7.4. Vollmond Zweierverschiebung: Mittwoch nach Freitag (JK-Bezug)
-3758: Zweierverschiebung zu -3760, Vollmond Dienstag, 7.4. (JK-Bezug)
-4713: Zweierverschiebung zu -4711, Vollmond 5.4. (GK-Bezug)

Das erscheint zwar im ersten Moment verwirrend, aber wenn man sich die Jahreszahlen mit den Frühlingsmonddaten nebeneinander legt, wird das Prinzip sofort klar und Scaliger entlarft!

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 01 Mär 2010 18:34 #2344

Fazit dieser wie üblich sehr umfangreichen und schwer nachvollziehbaren kalendarisch-numerologischen Darlegungen von "Tuisto" ist:

Scaliger bietet eine ausgefeilte Chronologie, die erst in der Mitte des 18. Jahrhundert existiert haben kann.

Scaliger kennt vor allem Dionysius Petavius. Also ist dieser sein Vorgänger. Ich vermute, die heutige Jahrzählung AD geht auf ihn und seinen Kreis (z.B. Casaubon) zurück.

Und Scaliger zitiert sogar Äthiopisch. Dazu musste wirklich die Zeit fortgschritten sein.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 01 Mär 2010 21:54 #2345

Und Scaliger zitiert sogar Äthiopisch. Dazu musste wirklich die Zeit fortgschritten sein.


Das ist möglich, aber nicht automatisch. Wenn, dann zitierte er Aramäisch!
Die Ethiopier sind das Volk Juda und der Löwe ist ja auch in Eurabia Zuhause.
Der kam mit den Eroberern.

Früher nannte man ganz Afrika Ethiop!

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 02 Mär 2010 14:54 #2350

Als die drei grossen Chronologen gelten bekanntlich Petavius, Calvisius und Scaliger. Der letztere ist wahrscheinlich der jüngste. Aber die zeitlichen Unterschiede waren sehr klein. Scaliger kannte auch Petavius und Calvisius.

Und noch eine Eigentümlichkeit: Bei Scaliger steht Mohammed und seine Hegira auf der gleichen Ebene des Ansehens wie das Christentum. Der Mohammedanismus wurde offenbar damals mehr als eine Variante der christlichen Religion angesehen.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 02 Mär 2010 21:23 #2352

Allrych schrieb:

Als die drei grossen Chronologen gelten bekanntlich Petavius, Calvisius und Scaliger. Der letztere ist wahrscheinlich der jüngste. Aber die zeitlichen Unterschiede waren sehr klein. Scaliger kannte auch Petavius und Calvisius.


An der Reihenfolge Scaliger-Calvisius-Petavius sollte man - meine bescheidene Meinung - nicht ohne triftigen Grund zweifeln: Calvisius lobt Scaliger, Petavius lästert über Scaliger und Calvisius. Aufgrund der Texte und Quellen in den Hauptwerken sehe ich hier keine andere Reihenfolge. Die absolute Datierung - zumal der gedruckten Werke - darf man aber durchaus hinterfragen!

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 03 Mär 2010 14:17 #2357

CD gehört zu den wenigen - neben mir - welche die Werke der drei grossen Chronologen Scaliger, Petavius und Calvisius in den Originalen kennen.

Es ist wirklich erstaunlich, dass alle Historiker sich wie selbstverständlich einer Geschichte und Chronologie bedienen, die erst gegen 1750 vollständig ausgearbeitet wurde.

Weil die Historiker die alten Druckwerke nicht kennen, stossen sie sich auch nicht an den
Absurditäten und Widersprüchen, welche auch bei den genannten Chronologen häufig vorkommen.

Calvisius beispielsweise datiert den Vesuvausbruch "79 AD" nicht wie heute gängig auf den
24. August, sondern auf den 15. November. - Und darauf habe Rom drei Tage lang gebrannt!

(Calvisius: Opus chronologicum, "1650", p. 459

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 03 Mär 2010 20:45 #2359

Ich muss meine Meinung insofern relativieren, als ich noch keinen Blick in die Erstausgaben der entscheidenden Werke werfen konnte. Vielleicht gäbe es da und dort den einen oder anderen Hinweis, der eine andere Reihenfolge der Publikationen vermuten liesse. Die mir vorliegenden Ausgaben sind ja alle irgendwie "emendiert" ...

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 03 Mär 2010 21:34 #2360

Sethus Calvisius = Seth Kallwitz soll die Lebensdaten 1556 - 1615 haben. Er wäre also in der Steinzeit oder sonst einer unbekannten Vorzeit geboren.

Sein Hauptwerk, das Opus Chronologicum soll 1605 zum ersten Mal in Frankfurt und 1685 in Leipzig in der sechsten Auflage erschienen sein.

Die Ausgabe, die ich benutze, trägt das Datum 1650 und soll in Emden (!) erschienen sein.

Aber vor 1750 kann dieser Kallwitz nichts geschrieben haben. Die Details in seinem Zeitbuch verraten es.

Frühere und spätere Ausgaben bestimmen zu wollen, ist ein heisses oder besser gesagt ein nutzloses Unterfangen.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 04 Mär 2010 00:27 #2361

"emendiert"... die Juden sprechen von "tikkun".

Mir ging es nicht anders. Die Reihenfolge des Erscheinens objektiv bestimmen zu wollen, ist äußerst problematisch. Entweder wurden die Werke vor "genehmigter" Drucklegung noch "verbessert" oder alles stammt von einer gemeinsam operierenden Gruppe, die nur nach außen durch scheinbar selbständig agierende Gelehrte auftrat.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 04 Mär 2010 09:15 #2362

Vielleicht ist Calvisius auch eigentlich der Kahlbutz:

de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_von_Kahlbutz

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 04 Mär 2010 20:33 #2369

Hederich nennt in seiner "Anleitung zu den fürnehmsten historischen Wissenschaften", Wittenberg 1711, Scaliger, Petavius und Calvisius (nebst anderen) als wichtigste Quellen zum Studium der Chronologie. Gut 100 Jahre später jedoch spielte Calvisius für Ideler ("Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie", Berlin 1825-26) absolut keine Rolle mehr, jedoch werden dort Scaliger und Petavius für ihre Verdienste um die Chronologie gelobt... Diese Tatsache scheint mir sehr bemerkenswert zu sein, weil sie die chronologische Diskussion bis heute prägt, obwohl sie den geschichtlichen Tatsachen widerspricht.

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 06 Mär 2010 10:40 #2376

"CD" hat in seinen Beiträgen eine wichtige Erkenntnis der Quellenkritik erwähnt: Die alten Druckdaten sind ausnahmslos gefälscht, also rückdatiert oder falsch datiert.

Wenn ein gedrucktes Buch frühestens "um 1730" erschienen sein kann, ist jedes frühere Datum gefälscht.

Und ein Buch, welches als Druckdatum z.B. "1736" trägt, ist vom Inhalt her häufig erst 15 bis 20 Jahre später plausibel.

www.dillum.ch/html/inhalt.html

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Aw: 280 Jahre Schriftlichkeit 06 Mär 2010 18:20 #2386

Im Forum wollen immer noch einige (Prusak, Tuisto) das Spätmittalalter samt der dazugehörigen Chronologie retten.

Damit fallen sie noch weiter zurück als Johnson (The Pauline Epistles), der jegliche Geschichtskenntnis vor 1533 bestreitet.

Und immer wieder wird das untaugliche Argument vorgebracht: Dafür dass die Geschichte erst im letzten Viertel des 18. Jhs. inhaltlich und chronologisch glaubwürdig werde, brauche es Beweise!

Aber bringen denn die Geschichtsgläubigen Beweise für ihre überlangen Epochen und ihre Schrottgeschichte?

Und immer wieder wird das chronologische Argument ignoriert: Wir können frühestens datieren ab dem Zeitpunkt, an dem die Anno Domini-Jahrzählung eingeführt und überall verstanden wurde.

Die Kunst- und Architekturgeschichte liefert die besten Argumente: Vor einer gewissen Zeit sind Bilder und Bauten unmöglich, weil ihre Inhalte und ihre Symbolik zuerst geschaffen werden musste.
Also ist die Gotik kaum vor 1730 und der Barock nicht vor 1760 möglich.

Und Zement musste zuerst einmal erfunden werden, der Buchdruck auch.

www.dillum.ch/html/geschichtskritik_chronologiekritik_09.htm

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Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 06 Mär 2010 19:16 #2388

Alle gemachten Beobachtungen, so scharfsinnig und gut begründet sie auch sein mögen, scheitern an der durchgängigen AD-Zählung. Bring diese zu Fall, lieber Christoph.
Dann stehst Du zurecht auf dem Sockel, gebildet von der Masse und dem Wust der geknickten Historiker.

Mongolen und Tataren feierten so auch ihre gerechten Siege bei feinem Schmaus unter den darunter liegenden, ächzenden Leibern und knirschenden Knochen der Besiegten.

Ach, wie wunderbar bunt haben uns doch die bestallten Historiker solche Greuel und Schmerzen für die Looser und angenehme Lustigkeiten für die Sieger ausgemalt!

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Letzte Änderung: von Tuisto.

Aw: Scaligers Werke sind erst in den 1750er Jahren plausibel. 06 Mär 2010 20:20 #2389

Bald verstehe ich nur noch Bahnhof:

Was hat "eine durchgehende AD-Zählung" für eine Relevanz?

Die AD-Jahrzählung wurde zu einer bestimmten Zeit eingeführt. Aber wie die Geschichtserzählungen waren die Zahlen Sinnzahlen. Und die Daten dienten zuerst nur dazu,
um falsch und nach rückwärts zu datieren.

Und man kann jede neu eingeführte Jahrzählung nach rückwärts zu einem chronologischen System erweitern. Doch mit der Ära der Frz. Revolution und der Faschistenära wurde das nicht mehr gemacht.

Das Übel von AD ist, dass sie Sicherheit und Genauigkeit vorgaukelt, wo alles nur vage und dunkel ist.

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Aw:Jacob Bernays Biographie von Scaliger 07 Mär 2010 15:38 #2394

Es lohnt unbedingt, einmal wieder Jacob Bernays Biographie von Scaliger zu lesen.
Aus ihr wird sofort deutlich, dass er im 17. und 18. Jahrhundert so gut wie nicht zitiert wurde.

Zitate:

Je überschauender nun ein solcher Blick ist, um
desto fester wird er an der Epoche des Makedoniers
Alexander haften bleiben, weil dessen völkerbindende
Thaten die früher getrennt fliessenden Ströme menschli-
cher Tradition in ein gemeinsames Bette geleitet haben.
Von Aristoteles' Zögling geführt, liessen die Griechen
sich nicht an den Schatzkammern Susa's genügen; mit
gleichem Eifer drangen sie in den Bel-Tempel, die gehei-
ligte Sternwarte Babylons ; in den dort verwahrten astro-
nomischen Verzeichnissen erbeuteten sie sich die bisher
vermisste Grundlage für ihre Forschung; und aus den
vereinigten Beobachtungen des schauenden Orients und
Berechnxmgen scharfsinniger Griechen entwickelte sich
die Astronomie zu einer, Vergangenheit und Zukunft
umfassenden, Geschichte der Himmelserscheinungen und
zu einem untrüglichen Prüfstein historischer Zeitrech-
nung.
Nicht mindere Förderung erhielt die Kunde
menschlicher Geschichten, als nach und nach die einzel-
nen unteijochten Völker die Urkunden ihrer nationalen
Vorzeit in hellenischer Sprache den Siegern vorlegten, mit
stolzer Hinweisung auf ihr graues Alter und schlecht
verhülltem Mitleiden über die knabenhafte Jugend des
Griechenthums. Mehrere Jahrhunderte hindurch wurde
von den verschiedenen Völkerstämmen der Stoff zu einer
allgemeinen Geschichte des Menschengeschlechts herbei-
geschafft — eine reiche, aber noch unverbundene Fülle,
des Mittelpunktes harrend, um den sie sich ordnen könne,
und unter dessen Schutz sie vor Zerstreuung gesichert
wäre. Dieser zusammenhaltende Mittelpunkt war erst
gewonnen, als die Bibel zum eigentlichen Weltbuche
emporgehoben wurde; in ihren Blättern f&hlte man, trotz
aller Abgeschlossenheit particularer Annalen, sich vom
allgemeinen Geiste der Weltgeschichte angeweht; aus-
laufend in die Yerheissung einer einheitlichen Zukunft
des Menschengeschlechts,
leiteten sie zugleich zurück
zum Urzustand desselben, beides am Faden der Geschicke
eines Volkes, das, schon vermöge der örtlichen Lage
seines Landes am Heerwege der ältesten Culturvölker,
von allen Bewegungen der ältesten Zeiten berührt, erzo-
gen und erschüttert worden. Gar bald wurden also von
Wohlwollenden und Misswollenden die biblischen Nach-
richten zum Centrum gemacht, um das alle in der alexan-
drinischen Zeit vereinzelt angesammelte asiatische Ge-
schichtskunde sich zusammenzog, theils zum kritischen
Angriff, theils zum apologetischen Bollwerk. Als zeit-
weilig abschliessendes Ergebniss dieser Bemühungen, die
biblischen mit den übrigen Geschichtsurkunden zu ver-
gleichen, erscheint im vierten JahrhundertunsererZeitrech-
nung das grosse synchronistische Werk des Eusebius.
In seinem schematischen Fachwerk und unter dem Schirm
ecclesiastischer Autorität hat es den Forschern der Neu-
zeit die Documente ägyptischer, assyrischer und babylo-
nischer Geschichte aufbewahrt, für welche im Mittelalter
sonst keine Theilnahme und also auch keine Aussicht
auf Erhaltung vorhanden war
. Jedoch auch in der gros-
sen Vorrathskammer des Eusebianischen Werkes waren
jene unschätzbaren Urkunden vorklassischer Geschichte
nur vor unwiederbringlicher Vernichtung geschützt; be-
nutzt wurden sie höchstens von byzantinischen Excerpto-
ren und Compendienschreibern, und einen allgemeineren
Einfluss auf Erweiterung des geschichtlichen Gesichts-
kreises äusserten sie weder während der eigentlichen
Mittemacht des Mittelalters, wo man sogar griechische
und römische Geschichte yergessen hatte,
noch auch
beim Wiederaufdämmern der Wissenschaften in Italien,
wo man, in klassischer Eleganz befangen, sich nicht v^-
sucht fühlte, über Griechenland und Rom hinauszublicken.

oder

und daher auch der Anstoss zu so vielen unechten Machwerken,
die sich aus jener Zeit besonders in der lateinischen Lit-
teratur eingenistet haben
. Von diesem synthetisch auf
ein Ganzes dringenden Triebe wurde die analytische
Forschung, mithin die Kritik, erstickt, die niedere wie die
höhere. Laurentius Valla, ein Kritiker im vollsten
Sinne des Wortes, steht unter den Itahenern vereinsamt
da; er fand um so spärlichere Nachfolge, als seine ätzende
Scheidekunst, die sich ein wenig über stilistische Ele-
ganzen hinauswagte, ihm abschreckende FährUchkeiten
zugezogen hatte.

oder:

In reifem Mannesalter, ausgerüstet mit den natür-
lichen Gaben, das Falsche zu spüren und das zerstreute
Wahre zu verbinden, gestärkt durch langjährige kritische
Arbeit, und belebt von einem fröhlichen Muth, der Nichts
verschwieg und Nichts verhüllte, gab er seinen gesam-
melten Kräften und seinem schrankenlosen Wissen die
Richtung auf universale Geschichte und Chronologie.

Auf diesen Feldern hat er in der That wie ein König
und Fürst gebaut, im grossen Stil und für späte Ge-
schlechter; seine Werke, die zwei Jahrhunderte hindurch
Gegenstand unfruchtbaren Staunens oder parteisüchtiger
Controverse geblieben, sind erst durch die Entdeckunsren
der jüngsten Zeit in den Bereich eines lebendigen wis-
senschaftlichen Verkehrs gezogen worden;
und bei dem
Versuch ihre Bedeutung zu bezeichnen mag man sich
noch so sehr zur Kürze aufgefordert fühlen, man wird
um das Richtige zu sagen sich doch gezwungen sehen
einen Blick zu werfen auf den verschlungenen Gang der
allgemeinen Geschichtsüberlieferung.


www.archive.org/stream/josephjustussca01...a01berngoog_djvu.txt

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