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THEMA: A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch

A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 15 Okt 2017 22:04 #11321

A. Fomenko hat ein neues Buch veröffentlicht - eine Autobiographie "Каждая история желает быть рассказанной" -
"Jede Geschichte will erzählt werden". (Oder: " Jede Geschichte wünscht sich erzählt zu werden"?)
Verlag АСТ, Moskau, 2017, 764 Seiten.



Auf zwei Seiten wird die deutsche Geschichtsanalytik erwähnt.
(Unten - meine Übersetzung)


(S. 435)
Seit 1996 wurden unsere Werke zum Thema "Neue Chronologie" im Internet auf einer Reihe von Webseiten veröffentlicht. (Die Zahl solcher Webseiten nimmt ständig zu.) Es wurden ziemlich schnell in Russland mehr als zehn und mindestens eine in Deutschland erstanden.
Ich will eine herausragende Rolle in der Organisation der deutschen Webseite von Professor(?-lr) Eugen Gabowitsch (1938-2009) bemerken, Abb. 3.151. Er lebte lang in Deutschland. Ein wunderbarer Mensch, vielseitig und freundlich. Von Anfang an unterstützte er unsere Neue Chronologie und propagierte sie aktiv in Deutschland. Wir haben viel mit ihm und seiner Familie kontaktiert und ganz verschiedene Themen besprochen. Ich bot ihm an, seine Überlegungen und Beobachtungen im Bereich der Chronologie in Form eines Buches vorzuweisen, was er auch tat. Mir gelang es, die Veröffentlichkeit dieses Buches in Russland zu organisieren, und es kam unter dem Titel «Geschichte unter dem Fragezeichen", mit meinem Vorwort.



(S. 438)
Seit 1996, unter unserem Einfluss und auf der Welle unserer Publikationen, welche viele Jahre zuvor erschienen, wurden in Deutschland nach und nach Bücher von deutschen Wissenschaftlern veröffentlicht, zum Beispiel, von Heribert Illig, in denen die Fehlbarkeit der westeuropäischen mittelalterlichen Chronologie erklärt wird. Doch wird in diesen deutschen Werken die authentische Maßstab der chronologischen Probleme nicht erkannt. Ihre Autoren meinen irrtümlich, es könnte nur mit lokalen änderungen von der Skaliger's Chronologie auskommen, wenn diese nur leicht in einem oder anderen bestimmten Ort ändern. Das ist ein prinzipieller Fehler. Es gehört auch zur Veröffentlichungen von H. Illig.
Dennoch sind kritische Aspekte in einigen deutschen Veröffentlichungen sehr interessant. Zum Beispiel, beachten wir das Buch von Uwe Topper «Grosse Aktion. Europas erfundene Geschichte», sowie das Buch von C. Blöss und H.-U. Niemitz «Crash-C14», das der Kritik der Radiokarbon-Datierung gewidmet wird.
Übrigens, einige der deutschen Autoren (aber nicht alle) handeln unnachgiebig so, als ob unsere Forschungen der Chronologie ihnen nicht bekannt wären. Obwohl wir ihnen unsere Bücher und Links auf unsere Veröffentlichungen geschickt haben. Einige machen sich auf Schritt und Tritt unsere Ergebnisse zunutze. Ohne Erwähnungen bzw. Links.
Anhänge:

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Letzte Änderung: von lemur++.

A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 24 Dez 2017 14:38 #11348

Ein wunderschönes Foto, das viele Erinnerungen auslöst: Fomenko eingerahmt von den beiden Pionieren Christoph Marx und Eugen Gabowitsch!
Die "Autobiographie" von Fomenko, sein neues Werk, wäre natürlich für alle interessant, aber Russisch kann ich nicht. Erfreulich, daß Uwe Topper neben den beiden Freunden Blöss und Niemitz genannt wird, dazu sein Buch "Die Große Aktion, das auch in Russisch erschien. In Deutsch ist inzwischen auch die zweite Auflage vergriffen, sogar antiquarisch ist es selten geworden. Nun, an einigen Stellen mag es auch veraltet sein, es erschien vor zwanzig Jahren. Das 12. Jahrhundert griff ich damals noch nicht an, heute ist es so zweifelhaft wie alle anderen Jahrhunderte vor dem Letzten Großen Ruck (Ausdruck von Chris Marx), vor 650 Jahren also.
Da alles zweifelhaft wurde, blieb nur noch die Astronomie als letzter Anker: "Das Jahrkreuz" (2016). Eine russische Übersetzung wäre wünschenswert. Eine englische und eine französische Kurzfassung ist auf der chrono-Webseite zu lesen: ilya.it/chrono

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 24 Dez 2017 19:54 #11349

Fomenko erwähnt Topper und Marx, aber offenbar nicht mich. - Irgenwo ist er in den Weiten Russlands stehen geblieben.

Was Fomenko in den letzten ca. 15 Jahren geschrieben hat, ist der seriösen Geschichts- und Chronologiekritik auch nicht förderlich.

Der historische Revisionismus ist eben leider eine versprengte Gruppe, die keine gemeinsame Linie hervorbringt.

Wikipedia fällt es daher leicht, Fomenko zu diffamieren: Seine Werke werden unterteilt in "mathematical" und "pseudohistorical".

Der Weg der Geschichts- und Chronologiekritik bleibt steinig.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 25 Dez 2017 16:29 #11350

"seriöse Geschichts- und Chronologiekritik"

-- das gibt es, aber wer bestimmt die Grenzen? nicht witzipedya.

"Der Weg der Geschichts- und Chronologiekritik bleibt steinig"

das ist uns allen klar, witzi macht es uns nicht leichter.
Aber Fomenko auch nicht. Er hat Politik und Weltanschauung in die Arbeit gemischt, wo es gar nicht nötig war. Das hätte sich von selbst ergeben, bei ehrlicher Forschung.
Die Tannenbäume, die Fomenko erfand, hatten etwas verblüffend Rationales an sich, aber bei näherem Hinsehen lösten sie sich auf wie die Weihnachtsbäume nach dem Erscheinungsfest.
Das mußte Eugen sich von mir zeigen lassen, aber er war da schwer zu bewegen. Es stehen immer noch ganz andere Dinge gegen uns als nur die unerforschliche Vergangenheit.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 26 Dez 2017 21:17 #11352

Allrych schrieb: Seine Werke werden unterteilt in "mathematical" und "pseudohistorical".


Will nichts heissen - könnte man auch auf Newton münzen!

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 26 Dez 2017 21:30 #11353

chronos schrieb: Die Tannenbäume, die Fomenko erfand, ...


waren nicht nur überlieferte Chronologie, sondern auch Rekonstruktionsversuche - hätte man erkennen können, wenn man die dazugehörenden Texte gelesen und verstanden hätte...

Das diesbezügliche Unverständnis fällt ausnahmslos auf die Rezipienten zurück.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 27 Dez 2017 10:38 #11354

Auch ich habe in meiner "Matrix der alten Geschichte" einige von Fomenkos "Tannenbäumen" naachgezeichnet. Diese sind genial. Wer die nicht verstehen will, soll sich nicht mit Geschichtskritik beschäftigen.

www.dillum.ch/html/1_matrix_of_ancient_h...christopher_2016.htm

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 27 Dez 2017 14:01 #11355

Das Jahrkreuz von Uwe ist in der Tat für die GCK von größtem Nutzen und sollte unbedingt gelesen werden.
Auch wenn es ein paar kleine Unzulänglichkeiten hat und das Bild auf dem Einband nicht jedermanns Geschmack ist, hat hier Uwe doch sein Opus Magnum vorgelegt: Mein Urteil: Fünf Sterne *****!

Unabhängig davon können auch geniale Statistiken wie Tannenbäumchen ins Nirvana führen.

Gleichwohl kann man viel aus ihnen lernen. Fomenko hat hier Großartiges geleistet, durch seinen Nationalismus aber wieder in Teilen zerstört.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 27 Dez 2017 14:59 #11356

Um Mißverständnissen vorzubeugen, will ich diesen Punkt klarstellen: Fomenko hat großartig gearbeitet und vermutlich die wichtigste Leistung in diesem neuen Feld der Chronologiekritik vollbracht. Das schließt nicht aus, daß man daran auch Kritik üben darf und einzelne Punkte angreifen kann. Das gehört zur wissenschaftlichen Vorgehensweise.
Zu den Tannenbäumen: Es kommen ja ganz konkrete Überspringungsintervalle heraus, genaue Zahlen als Abstandwiederholungen. Und da fällt einem Mitdenker auf, daß auch von anderen Chronologiekritikern entsprechende (aber andere) Intervalle gefunden wurden. Ich habe in den letzten Jahrzehnten mindestens fünf verschiedene Systeme kennengelernt (und sogar selbst eins aufgestellt). Sie sind allesamt mit höchster Sorgfalt erarbeitet worden und in sich schlüssig, und unterscheiden sich dennoch meilenweit. Wie kann das angehen?
Wenn dann bei Fomenko herauskommt, welche Person in Byzanz vor 800 Jahren das Vorbild für den Welterlöser Jesus Christus gegeben haben soll, dann wird die Inkonsequenz und Absurdität des Unterfangens deutlich.
Hier muß etwas an der Methode falsch sein. Nicht die Statistik der historischen Zahlen sondern deren Verwendung für eine neue Struktur der Geschichtsschreibung.
Auch Newton und Hardouin erlagen diesem Fehlschluß. Das mindert nicht ihr großes Verdienst, die Kritik in Bewegung gebracht zu haben. Aber übernehmen möchte ich ihre Ergebnisse keineswegs.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 27 Dez 2017 17:50 #11357

Je mehr ich von "Chronos" lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck, dass er Fomenko nicht verstanden hat.
Er spricht von "Inkonsequenz und Absurdität" in den Bemühungen des Autors. - Ein merkwürdiges Urteil!

Und wenn er die Jesus-Parallelität Andronikos I. Komnenos in Byzanz nicht versteht, dann hat "Chronos" nichts begriffen. Es gibt Dutzende von Parallelen zum Erlöser, von Isis über Julius Caesar und Aurelian bis zu Hildebrand.

www.dillum.ch/html/1_matrix_of_ancient_h...christopher_2016.htm

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 28 Dez 2017 15:53 #11358

Scheinbar ist aus Moskauer Sicht seit 20 Jahren
in der deutschsprachigen Chronologiekritik
nichts Erwähnenswertes mehr passiert.

Das stößt nicht nur Allrych bitter auf.

Zumindest die Jesusrekonstruktionsversuche
von Tuisto sind doch wohl bedeutsam...

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 28 Dez 2017 20:55 #11362

Der grundsätzliche Irrtum bezüglich der Geschichte dürfte darin bestehen, dass man sie gemeinhin als stabil betrachtet - mehr oder weniger bekannt, aber unzweifelhaft geschehen und unveränderlich...

Es sind dies die Abgründe der typischen Positivistenfalle, gefeiert im Gottesdienst der Gutgläubigen!

Neuerdings nennt man das Geschichtsgespenst beim Namen: Fake News!
Kommt uns irgendwie bekannt vor...

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 28 Dez 2017 21:52 #11363

De omnibus dubitandum

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 10:26 #11364

Allrych schreibt:

<Und wenn er die Jesus-Parallelität Andronikos I. Komnenos in Byzanz nicht versteht, dann hat "Chronos" nichts begriffen. Es gibt Dutzende von Parallelen zum Erlöser, von Isis über Julius Caesar und Aurelian bis zu Hildebrand.>

Gewiß, es gibt Dutzende Mythologeme wie das des Erlösers Jesus Christus. Wobei ich Isis nicht dazurechnen würde, Julius Cäsar aber seit Carottas Buch eindeutig. Was Hildebrand damit zu tun haben mag?
Etwas anderes ist aber wohl die legendäre Gestalt eines Kaisers von Byzanz, dessen Leben nach der Gestalt Jesu geformt wurde. Jesus wird dadurch nicht historisch sondern bleibt eine Vision des Glaubens. Das haben uns die Theologen des 19. Jh.s bis hin zu Drews vorgemacht.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 10:43 #11365

Die alte, die erfundene Geschichte ist Glaubensgeschichte. Und für einen Geschichtsgläubigen ist Jesus natürlich eine reale Gestalt.

Der erste Einwand an einen Gläubigen ist der: Welchen Christus meinst du? Jesus von Nazareth oder Basilius den Grossen?

Und seit Fomenko wissen wir: Hildebrand, alias Gregor VII., ist die wichtigste Jesus-Parallele des Mittelalters. Deshalb hatte auch ein Lebensalter von 2 x 33 Jahren.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 12:40 #11366

Für die GCK ist die Frage, ob Jesus von Nazareth lebte, unerheblich.
Erheblich ist, in welchem zeitlich-historischen Umfeld er angesiedelt wurde.

Die Historie hierzu ist eindeutig. Seine Geschichte spielt zur Zeit des Kaisers Augustus, der definitiv lebte.

Die wichtigste Frage hierzu lautet: Vor wieviel Jahren von heute an zurück gerechnet?

Offiziell starb Augustus 14 AD, somit vor ca. 2004 Jahren.

Wieviel Jahre waren es tatsächlich?

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 12:48 #11367

Man höre und staune:

Kaiser Augustus hat definitiv gelebt!

Aber man muss von den 2000 Jahren 297 Jahre abziehen.

Wer glaubt einen solchen Mist?

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 12:58 #11369

Augustus hat definitiv gelebt!
Wieviel Jahre abzuziehen sind, das ist lediglich die Frage!

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 20:11 #11370

Es gab nicht nur einen Augustus, sondern Tausende!
Nun ja, Tausende nicht ganz, aber wohl ein paar Dutzend.
Alle sogenannten römischen Kaiser (die mit den schönen Münzporträts) nannten sich Augustus!

Ein paar Münzen (die ohne andere Namen drauf) wurden dann einem fiktiven Kaiser Augustus zugesprochen
und dann wurden ein paar schöne Geschichten erfunden.
Oder andersherum.

Zur Konstruktion der julisch-claudischen Dynastie siehe hier:
de.geschichte-chronologie.de/index.php?o...-18-07-02&Itemid=115

Dass meine Wenigkeit oder der eine oder andere hier Mitdiskutierende von Fomenko nicht erwähnt wird, wundert mich nicht.
Und solange Tuisto sich nicht aufrafft und endlich ein Buch über seine wichtigen Erkenntnisse schreibt, kommt er bei Fomenko u.a. wohl auch nicht an.
Dass aber Allrych fehlt, der neben Gabowitsch im deutschsprachigen Raum wohl wichtigste Vertreter der Fomenkoschen Chronologiekritik, wundert mich schon.
Insbesondere da die erste Auflage seiner wichtigen "Matrix der alten Geschichte" aus dem Jahre 2002 stammt.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 20:12 #11371

Tuisto schrieb: Augustus hat definitiv gelebt!


Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...
Aber gewiss doch: auch Märchen sind ein Teil unserer kulturellen Behaglichkeit!

Doch genau dies war Fomenkos Leistung: die totale Dekonstruktion der überlieferten angeblichen Geschichte!
Eine plausible Rekonstruktion vermochte jedoch bis heute niemand zu leisten. Über die Gründe dafür darf spekuliert werden.

Die Vergangenheit zerfleddert wie ihre Quellen, aus der sie sich angeblich speist...

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 20:28 #11373

Augustus und seine Frau Livia kommen nicht nur im Geschichtsbuch, sondern auch in Grimms Märchen vor:

In letzteren ist es das Märchen von Hänsel und Gretel.

Also, einmal soll der gleiche Inhalt ein Märchen, ein andermal aber reale Geschichte sein? Wie geht das zusammen?

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 29 Dez 2017 20:31 #11374

Allrych schrieb: ... für einen Geschichtsgläubigen ist Jesus natürlich eine reale Gestalt.


Für Fomenko ist Jesus auch eine reale Gestalt.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 08:02 #11375

Lemur :
Für Fomenko ist Jesus auch eine reale Gestalt.

Genauso hatte ich Fomenko auch verstanden. Das war ja gerade die Vorgehensweise der Entmythifizierer: Auch Siegfried habe gelebt (nur sein Drachhen nicht), und Zarathustra und Buddha usw. – Es mag lebendige Vorbilder gegeben haben; aber die Mythengestalten, die daraus geformt wurden, sind erfunden. Wenn die erzählte Geschichte vom Byzanz des 11./12. Jh.s real sein soll, also nicht statistisch demontiert, sondern angefüllt mit Menschen aus Fleisch und Blut, dann haben wir eine interessante Neukonstruktion. Wenn aber reale Geschichtsabläufe erst im späten 18. Jh. zu finden sind (Allrych) oder erst bei Scaliger beginnen, vielleicht auch schon 1535 (Johnson), oder bei Trithemius auftreten (Tuisto) oder schon ab 1519 erste Festpunkte abgeben (Topper) oder ab 1443 mit Papst Eugen IV einsetzen oder 1350 ihre unterste Grenze haben (Chr. Marx) oder auch im 13. Jh. schon faßbar sind (Hardouin) oder ab dem späten 10. Jh. absolut sicher sind (Heinsohn) oder schon im frühen 10. Jh., nämlich ab 9-11 (Illig) ... oder
dann ist das höchstens ein Hinweis darauf, daß wir in einem virtuellen Meer herumtauchen und noch immer auf den Physiker warten, der uns naturwissenschaftlich zeigt, wie alt ein Gegenstand (Pergament, Topfscherbe, Baumsplitter usw.) in realen Jahren ist.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 11:08 #11376

Ein reines Tohuwabohu haben wir nicht, weil archäologische Ausgrabungen auch aufgrund alter Text und Inschriften vorgenommen werden und häufig diese bestätigen.

Der Augustus, der im Zusammenhang mit Jesus erwähnt wird, ist entweder derjenige, der offiziell 14 AD starb oder es war ein Flavier, evt. Domitian.

Der Grund dafür ist die Ausgrabung des Meridians (fälschlich auch als Sonnenuhr des Augustus bezeichnet), der durch einen aus Ägypten nach Rom transportierten Obelisken festgelegt wurde.

Es dürfte wohl auch kein Zweifel bestehen, dass der Obelisk 1748 wieder ausgegraben wurde. Hierüber existieren ausreichend redundante Infos.

Die Inschrift ist ziemlich eindeutig in Bezug auf den "Jesuszeit"-Augustus.
Die Zahlen und Daten seiner im Sockel bestätigten Herrschaftsansprüche konkurrieren mit anderen Überlieferungen.

Zwischen Flaviern, die eh im Verdacht stehen, die Jesuslegende erfunden und über Josephus in Umlauf gebracht zu haben und dem "Jesuszeit"-Augustus, liegen eh nur rund 80 Jahre.

Wundern könnte man sich eher darüber, weshalb nach nur 80 Jahren das Marsfeld rund 1,60 m aufgeschüttet wurde, um einen neuen Meridian zu errichten! Lag eine Katastrophe dazwischen?

de.wikipedia.org/wiki/Solarium_Augusti

Das ändert nichts daran, dass die Geschichte konstruierte wurde, mit Verdoppelungen und Verdreifachungen von Herrschern. Irgend ein Herrscher mit der Titulatur Augustus hat den Meridian anlegen lassen und dafür einen Obelisken aus Ägypten nach Rom gebracht. Und der hat absolut sicher gelebt!!!

In diese Zeit fällt prinzipiell die Jesuslegende. Entweder ist sie zeitgleich entstanden oder sie wurde in diese Zeit bewusst und gewollt von den Schreibern integriert.

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Letzte Änderung: von Tuisto.

A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 12:11 #11380

Tatsächlich sind die Probleme groß,aber nicht unüberwindbar,
denn zweifellos haben früher Menschen gelebt und gedacht und getan,
also dicke Schleimspuren hinterlassen.
Wer sich mal in die Welt der Kirchenbücher vorwagt,
kommt bald zu seinen Vorfahren bis in 17. Jahrhundert,
auch wenn sie keine Augustusse waren, sondern nur einfache Kossäten
(man beachte den konsonantischen Gleichklang!).
Da ist dann auch nichts nachträglich erfunden.

Deswegen kann also nicht Albrecht(?) von Haller der erste datierbare Mensch sein.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 15:29 #11381

Hallo "Prusak",

Irrtum: Nicht einmal der Berner Universalgelehrte und Reformator Albrecht von Haller (angebliche Lebensdaten "1708 - 1777") ist datierbar. In seinem angeblichen Todesjahr war vermutlich noch keine Zeile seines riesenhaften Schriftwerks geschrieben worden.

Man vergesse nicht: Die ganze Geschichtserfindung (Bibel, antike Autoren, Kirchenväter, Chroniken, Urkunden, Dokumente, Dichtungen, etc.) wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts niedergeschrieben.

www.dillum.ch/html/albrecht_von-haller_u...rsalgenie_kritik.htm

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 16:30 #11382

Allrychs Argumentation ist nicht völlig aus der Luft gegriffen und ist ebenso wie Fomenko Anlaß, bisher als "wahr" angenommene Geschichte noch einmal gründlicher zu untersuchen - auch einige Historiker sehen einen deutlichen Unterschied zwischen der Moderne einerseits und allem davor andererseits:
"Der österreichische Sozialhistoriker Otto Brunner bezieht in sein Gliederungsmodell die griechische und römische Antike mit ein. Für ihn beinhaltet Alteuropa „die Zeitspanne von Homer bis Goethe“, umfasst also die gesamte europäische Geschichte von ca. 700 v. Chr. bis 1800. "
de.wikipedia.org/wiki/Alteuropa_(Epoche)#Varianten_des_Modells

Es ist schon ein Unterschied,ob man irgendwelche Kirchenbücher mit Namen darin, also einfaches Volk, betrachtet,
oder ob man sich Herrscherlisten (auch Papstlisten) bzw. die darum gesponnene Literatur inkl. der sogenannten "Nationalliteratur" ansieht.
Da wurde bis ins 19.Jh. kräftig gefälscht (= entsprechende "Quellen" sind erst da entstanden) - in geringerem Ausmaß bis heute!
Geschichte dient immer als Herrschaftslegitimation, im christlichen Europa insbesondere zur Legitimation der neu entstandenen Nationalstaaten.
Die offizielle Geschichte würde heute ganz anderes aussehen, wenn im Kalten Krieg der sogenannte Kommunismus gesiegt hätte!

Erhellend ist z.B. die Geschichte der Entstehung des Buches der Päpste, des Liber pontificalis.
Der Liber Pontificalis wurde erstmals 1602 gedruckt (in Mainz) unter dem Titel "Anastasii bibliothecarii Vitæ seu Gesta. Romanorum Pontificum". Die Papstliste ging in dieser Erstausgabe nur bis Nikolaus I. (858-867).
Ein Jahrhundert später (1718) wurden bei Nachdrucken die Päpste bis Stephan V. (891) hinzugefügt.
1750 (Muratori) endet die Liste bei Johannes XXII. (1316-1334). Erst 1886 wird der Liber pontificalis vollständig gedruckt (Duchesne).

In der Geschichte der Entstehung des "Liber pontificalis", in dem die Biographien der Päpste chronologisch aufgeführt sind,
gibt es einige markante Eckpunkte. Diese wiederholen sich interessanterweise nicht nur in der Geschichte des Druckes dieser Papstliste,
sondern in frappierend exakter Weise auch in den Eckpunkten der von mir entdeckten und beschriebenen Strukturen der Papstliste.
Ein Vergleich lohnt sich!
de.geschichte-chronologie.de/index.php?o...-18-07-26&Itemid=116

(siehe auch "Die wohlstrukturierte Geschichte" [2015], S.193-216)

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Letzte Änderung: von Basileus.

A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 17:01 #11383

zu Tuisto - Augustus:

Der Boden des Meridian des Augustus, den Buchner ausgrub, liegt 8 m unter dem heutigen Niveau. Nanu, was ist denn da passiert? Und schon in der Antike mußte der Boden 1,6 m höhergelegt werden? Das könnte auf zwei Katastrophen hinweisen, denn einfach Tiberschlamm liegt da nicht.
Dennoch: die Maße, die sich aus dem Obelisken und dem erhaltenen Bodenstück ermitteln lassen, weisen astronomisch auf ein Alter von dreitausend Jahren hin! Hier stimmt etwas nicht. Ich fand nur eine Lösung: die heutigen astronomischen Kurven der Erdbewegung sind nicht gültig für frühere Zeitläufe. Die Erde hat zwischenzeitlich Sprünge gemacht.
Plinius hat das in diesem Zusammenhang auch vermutet ...
Damit wird Augustus nicht zur Legende, sondern zur zeitlich nicht einzuordnenden vorgeschichtlichen Figur, und der Jesus, der daran gekoppelt ist, bekommt ein Umfeld.
Ausführlich dargestellt in "Das Jahrkreuz" (2016),
als Skizze (in Englisch) auf der webseite chronologiekritik.net:

www.ilya.it/chrono/enpages/dating.html

veröffentlicht in SIS-review (Chronology and Catastrophism Review of the Society for Interdisciplinary Studies, London) 2017:2, pp. 43-46

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Letzte Änderung: von chronos. Begründung: link ging nicht

A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 17:43 #11384

Zu Basileus link wohlstrukturierte Päpsteliste:

Aufregend ist der Nachtrag "Anmerkung (3)", in dem die 700-Jahrlücke verdeutlicht wird.
Für mich bedenkenswert ist die Verschiebung der italienischen zur deutschen Renaissance, die um (sehr grob, nie jahrgenau) zwei Jahrhunderte auffällt, über die ich an verschiedenen Stellen seit fast zwei Jahrzehnten immer wieder stolpere. Oft hatte ich aufgerufen, hier mitzuhelfen, weil ich glaube, daß sich ein Muster ergeben könnte zur Lösung weiterer Probleme. Nun hat Basileus einen brauchbaren Vorschlag gemacht: die verschiedene Anbindung an die byzantinische (erfundene) Geschichtsschreibung könnte der Grund sein. Das klingt plausibel. Dem müßte jemand, der sich da auskennt, mit demselben Fleiß nachgehen wie bei Analyse der Päpsteliste.

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A. Fomenko über deutsche Geschichtsanalytiker in seinem neuen Buch 30 Dez 2017 18:04 #11385

Die 2 Jahrhunderte, über die ich ebenfalls schon vor Jahren stolperte, sind m.E. den 2 Nulljahren geschuldet:
Nämlich dem Jahr 0 AD und dem Jahr 220 AD, beide sind Startpunkt für die Jesuskonstruktion

Ein ähnliches Problem haben wir beim Bau der gotischen Kathedralen, die in Frankreich auch rund 200 Jahre früher beginnen als in Deutschland oder anderen Regionen.

"Die Erde hat zwischenzeitlich Sprünge gemacht"!

Genau, eine andere Lösung ist nicht auffindbar!
Deshalb konnte auch relativ schnell das Stierzeitalter in den Widder und und in die Fische wechseln.

Allerdings: Steiner behauptet, dass 747 BC (Nabonassar) Startpunkt des Widderzeitalters war (m.W. wurde dieser Zeitpunkt von Ptolemaios rückgerechnet). 2160 Jahre später, nämlich 1413/1414 begann erst das Fischzeitalter.

Das aber führt uns zu Jan Hus und in das Konstanzer Konzil.
Und zu Nostradamus, der bekanntlich 1555 startet und die Zahl 141 rückwärts rechnete:
1555 - 141 = 1414 (Start Fischezeitalter, eigentlich wäre das der zeitliche Urspung des europäischen Christentums)
1414 - 141 = 1273 (Rudolph von Habsburg - man beachte hierzu die Fomenko Analysen)
1414 ist ADAM (1-4-1-13 = 1-4-1-4), der zweite ADAM war Christus.

Die tatsächlich Lücke beträgt aber tatsächlich etwa 700 Jahre, literarisch auch bis zu 1050 Jahre seit 0 AD.

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